Spargel anzubauen ist ein Geduldsspiel, aber die Belohnung lohnt sich. Wähle einen sonnigen Platz mit gut durchlüftetem, tiefgründigem Boden. Bereite den Boden gründlich vor, entferne Steine und Unkräuter und sorge für einen pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0. Mit diesen Grundlagen wächst dein Spargel über Jahre hinweg und belohnt dich mit frischen Stangen!

Stell dir vor: Nach nur einer selbstgezogenen Spargelstange zu stechen und sie frisch auf deinem Teller zu genießen – das ist ein kulinarisches Erlebnis, das seinesgleichen sucht! Während viele denken, Spargel anzubauen sei nur etwas für professionelle Landwirte, kannst du mit etwas Geduld und Know-how auch in deinem Garten diese königliche Gemüseart kultivieren. Der Weg vom Samen bis zur ersten Ernte ist zwar lang, aber die Belohnung ist jede Mühe wert!

Einführung in den Spargelanbau

Der Spargelanbau ist eine Kunst, die etwas Geduld erfordert, aber keine Sorge – du musst kein Profi sein, um damit zu beginnen. Was viele nicht wissen: Spargel ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu zehn Jahre lang Ertrag bringen kann. Das macht sie zu einer lohnenden Investition für deinen Garten! Allerdings solltest du dich auf eine kleine Geduldsprobe einstellen, denn von der Pflanzung bis zur ersten richtigen Ernte vergehen meist zwei bis drei Jahre.

Bei der Frage „Wie baut man Spargel an?“ gibt es einige grundlegende Dinge zu beachten. Zunächst einmal liebt Spargel sonnige Standorte mit lockerem, tiefgründigem Boden. Bevor du dich also in den Spargelanbau stürzt, solltest du sicherstellen, dass dein Garten diese Voraussetzungen erfüllt. Ein sandiger Lehmboden ist ideal, da er gute Drainage bietet und sich schnell erwärmt – genau das, was Spargel zum Gedeihen braucht.

Die Grundvoraussetzung für erfolgreichen Spargelanbau ist ein tiefgründiger, gut durchlüfteter Boden mit ausreichender Wasserversorgung. Besonders wichtig ist eine gründliche Bodenvorbereitung, da Spargel über viele Jahre an derselben Stelle wächst.

Für den erfolgreichen Anbau von Spargel ist die Bodenbearbeitung entscheidend. Befreie den Boden gründlich von Steinen und lästigen Wurzelunkräutern und reichere ihn großzügig mit Kompost an. Das schafft optimale Wachstumsbedingungen für die Pflanzen.

Beim Spargelanbau geht es nicht nur um den kulinarischen Genuss – dieses Gemüse ist auch ein echtes Powerpaket für deine Gesundheit! Reich an Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien, bringst du mit eigenen Spargelpflanzen nicht nur Geschmack, sondern auch jede Menge gesunde Nährstoffe auf deinen Teller.

Beliebte Spargelsorten für den Heimgarten

Spargel

Die Wahl der richtigen Spargelsorte ist entscheidend für deinen Erfolg als Hobbygärtner. Verschiedene Sorten haben unterschiedliche Eigenschaften, die zu deinen spezifischen Gartenbedingungen und persönlichen Vorlieben passen sollten.

Weißer Spargel

Gijnlim: Diese besonders ertragreiche Sorte ist ein Favorit vieler deutscher Hobbygärtner. Sie gedeiht sowohl in sandigem als auch in lehmigem Boden und liefert gleichmäßig weiße, gerade Stangen mit hervorragendem Geschmack. Besonders beeindruckend ist der frühe und hohe Ertrag, den Gijnlim bereits ab dem dritten Standjahr liefert.

Precoce D’Argenteuil: Eine traditionsreiche Sorte mit charakteristischen weißen Stangen und zart rosafarbenen Spitzen. Sie besticht durch ihren besonders süßen Geschmack und die zarte Textur beim Kochen. Diese Sorte ist auch für Anfänger gut geeignet, da sie recht robust ist und über viele Jahre verlässliche Erträge liefert.

Grüner Spargel

Jersey Knight: Diese überwiegend männliche Hybridsorte ist besonders für den Hobbygärtner zu empfehlen, da sie sehr widerstandsfähig gegen die gefürchtete Fusarium-Welke und Spargelrost ist. Jersey Knight zeichnet sich durch besonders fleischige, aromatische Stangen und einen hohen Vitamingehalt aus. Die Sorte ist ideal für Einsteiger, da sie auch bei nicht optimalen Bodenverhältnissen gute Erträge bringt.

Violetter Spargel

Purple Passion: Mit seinem auffällig violetten Farbton und dem süß-nussigen Geschmack ist dieser Spargel nicht nur optisch ein Highlight. Bemerkenswert ist der um 20% höhere Zuckergehalt im Vergleich zu grünem Spargel, was ihn besonders für den Rohverzehr in Salaten prädestiniert. Die Stangen sind in der Regel zarter und müssen kürzer gekocht werden als weiße Varianten.

Für den Hausgarten eignen sich vor allem robuste Sorten mit guter Krankheitsresistenz. Hobbygärtner sollten Sorten wählen, die auch bei unterschiedlichen Bodenverhältnissen gedeihen und über mehrere Jahre stabile Erträge liefern.

Bei allen Sorten gilt: Ausreichend Sonnenlicht (mindestens 6 Stunden täglich), gut drainierter Boden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 sowie regelmäßige Bewässerung sind Grundvoraussetzungen für gesundes Wachstum und reiche Ernte.

Vorbereitung der Aussaat

Bevor du dich ans Spargel säen machst, solltest du wissen, dass eine gründliche Bodenvorbereitung über Erfolg oder Misserfolg deiner Spargelkultur entscheidet. Denk daran: Spargel ist kein Sprint, sondern ein Marathon – die Pflanzen bleiben bis zu zehn Jahre an Ort und Stelle. Umso wichtiger ist es, von Anfang an alles richtig zu machen!

Der optimale Zeitpunkt für die Spargel Aussaat liegt übrigens im Frühjahr, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind. Aber der eigentliche Vorbereitungsprozess beginnt schon im Herbst des Vorjahres. Grabe den Boden mindestens 50 cm tief um – ja, du hast richtig gehört, ganze 50 Zentimeter! Spargel entwickelt tiefe Wurzeln, die diese Tiefe zum Wohlfühlen brauchen. Entferne dabei penibel alle Steine und hartnäckigen Wurzelunkräuter, die deinen späteren Spargelstangen das Leben schwer machen könnten.

Eine tiefgründige Bodenbearbeitung vor der Spargelanlage ist unverzichtbar, da die Wurzeln bis zu einem Meter tief reichen können und lockeren, gut durchlüfteten Boden für optimales Wachstum benötigen.

Was den Boden selbst betrifft, bist du mit einem sandigen bis lehmig-sandigen Untergrund auf der sicheren Seite. Der pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 7,5 liegen – ideal wären Werte zwischen 6,5 und 7,0. Klingt kompliziert? Keine Sorge, mit einem einfachen Boden-Testset aus dem Gartencenter kannst du das ganz leicht überprüfen. Falls nötig, kannst du den pH-Wert mit Kalk nach oben oder mit speziellen Mitteln nach unten korrigieren.

Bei der Nährstoffversorgung solltest du nicht geizen! Arbeite pro Quadratmeter etwa 10 Liter gut verrotteten Kompost oder alten Stallmist ein. Spargel liebt besonders Kalium und Phosphor, also achte darauf, dass diese Nährstoffe reichlich vorhanden sind. Eine Gründüngung mit Gelbsenf oder Ölrettich im Vorjahr kann außerdem Wunder wirken, um die Bodenstruktur zu verbessern. Und nicht vergessen: Ein sonniger bis halbschattiger, windgeschützter Platz mit Nord-Süd-Ausrichtung lässt die Herzen deiner Spargelpflanzen höher schlagen!

Spargel aussäen und pflanzen

Spargel

Wenn du dich fragst, wie wird Spargel gepflanzt und wann der richtige Zeitpunkt dafür ist, dann bist du hier genau richtig! Es gibt grundsätzlich zwei Wege, um deinen eigenen Spargel zu starten: entweder durch Aussaat oder – und das ist für Hobbygärtner oft der praktischere Weg – durch das Pflanzen von vorgezogenen Jungpflanzen, sogenannten Spargelpfeifen oder -kronen.

Der ideale Spargel pflanzen Zeitpunkt für Jungpflanzen liegt im Frühjahr, genauer gesagt im März oder April, wenn der Boden sich bereits etwas erwärmt hat. Für alle, die es genauer wissen wollen: Wann Spargel pflanzen optimal ist, hängt davon ab, ob keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind und die Bodentemperatur konstant über 10°C liegt. Möchtest du Spargel aus Samen ziehen, solltest du bereits im Februar oder März mit der Aussaat in Anzuchttöpfen mit nährstoffarmer Anzuchterde beginnen – aber sei gewarnt: Das erfordert viel Geduld, denn es dauert etwa ein Jahr länger bis zur ersten Ernte!

Für das Spargel pflanzen bereitest du am besten Gräben vor, die etwa 40 cm tief und 50 cm breit sind. Der Reihenabstand sollte großzügige 120 bis 160 cm betragen – unterschätze niemals den Platzbedarf ausgewachsener Spargelpflanzen! Setze die Jungpflanzen mit einem Abstand von 30-40 cm in die Reihe. Achte besonders darauf, die Wurzeln vorsichtig und fächerförmig auszubreiten – sie dürfen auf keinen Fall geknickt oder verknäult sein. Das Herz der Pflanze sollte etwa 15-20 cm unter der späteren Erdoberfläche liegen.

Ein Profi-Tipp zum Spargel pflanzen: Fülle die Gräben zunächst nur teilweise mit Erde auf, sodass die Kronen mit etwa 10 cm Erde bedeckt sind. Im Laufe der Wachstumsperiode füllst du den Graben nach und nach auf, während die Pflanzen wachsen. Diese Methode fördert die Entwicklung kräftiger Wurzeln und sorgt später für bessere Erträge. Und noch etwas: Kaufe immer qualitativ hochwertige, einjährige Jungpflanzen von einem seriösen Anbieter – die paar Euro mehr machen sich später durch besseres Wachstum und höhere Erträge definitiv bezahlt!

Denke daran, dass Spargel ein langfristiges Projekt ist. Auch wenn es schwerfällt: Im ersten Jahr nach dem Pflanzen solltest du komplett auf die Ernte verzichten und im zweiten Jahr nur sehr zurückhaltend ernten. Erst im dritten Jahr darf richtig gestochen werden. So entwickeln die Pflanzen ein kräftiges Wurzelwerk, das dir über viele Jahre hinweg köstlichen Spargel beschert.

Pflege von Spargelpflanzen

Hast du deine Spargelpflanzen erfolgreich in die Erde gebracht? Super! Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit, denn die richtige Pflege entscheidet maßgeblich über das Spargel Wachstum und die späteren Erträge. Keine Sorge, ich führe dich durch den Pflegerhythmus im Jahreslauf – so behältst du immer den Überblick!

Im Frühjahr erwacht dein Spargel aus dem Winterschlaf und braucht nun besondere Aufmerksamkeit. Sobald der Boden frostfrei ist, solltest du deine Spargelbeete Spargel düngen. Verwende am besten einen speziellen Spargeldünger oder gut verrotteten Kompost. Achte darauf, den Dünger nicht direkt auf die Pflanzen zu geben, sondern gleichmäßig um sie herum zu verteilen. Diese Nährstoffzufuhr ist entscheidend für ein kräftiges Spargel Wachstum und eine reiche Ernte.

Der Sommer ist die Zeit, in der deine Spargelpflanzen richtig durchstarten! Nach dem traditionellen Ende der Spargelernte am 24. Juni (Johannistag) solltest du nochmals kräftig Spargel düngen, damit die Pflanzen genügend Kraft für die nächste Saison tanken können. Jetzt entwickelt der Spargel sein prächtiges, farnartiges Laub, das unbedingt geschont werden sollte – hier speichert die Pflanze alle Nährstoffe fürs nächste Jahr! Ein Geheimtipp: Gerade in dieser Phase ist regelmäßiges Gießen bei Trockenheit besonders wichtig, da das Laub viel Wasser verdunstet und die Pflanze sonst geschwächt wird.

Im Herbst bereiten sich deine Spargelpflanzen auf den Winterschlaf vor. Sobald das Laub gelb wird und vertrocknet, schneidest du es etwa 5 cm über dem Boden ab und entsorgst es. Bitte nicht auf dem Beet liegen lassen – das könnte Krankheiten fördern! Ein wichtiger Punkt, den viele übersehen: Die Laubreste solltest du nicht kompostieren, sondern entsorgen, da sie Überträger von Spargelkrankheiten sein können.

Während des Winters ruhen deine Spargelpflanzen. Jetzt ist die perfekte Zeit, um den Boden zu lockern und mit Kompost anzureichern. Bei jungen Pflanzen empfiehlt sich ein leichtes Anhäufeln als Frostschutz. Ein Spezialfall ist übrigens der weiße Spargel: Hier musst du im Frühjahr vor der Ernte Dämme aufhäufeln, um die Stangen vor Licht zu schützen – das ist der Grund für die weiße Farbe! Bei grünem oder violettem Spargel entfällt dieser Arbeitsschritt, da diese Sorten bewusst dem Licht ausgesetzt werden, um ihre Farbe zu entwickeln.

Zwei Dinge, die du das ganze Jahr über im Auge behalten solltest: Erstens, halte deine Spargelbeete unbedingt unkrautfrei! Unkräuter rauben deinen Pflanzen wertvolle Nährstoffe und Wasser. Zweitens, achte auf ausreichende Bewässerung, besonders in Trockenperioden. Spargel mag es gleichmäßig feucht, aber niemals staunass – das ideale Maß zu treffen, ist eine Kunst, die du mit der Zeit meistern wirst!

Häufige Probleme und Krankheiten

Spargel

Selbst bei bester Pflege können Spargelpflanzen von verschiedenen Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Glücklicherweise gibt es wirksame Gegenmaßnahmen, die du ergreifen kannst, wenn du die Symptome frühzeitig erkennst.

Fusarium-Welke (Wurzelfäule)

Diese pilzbedingte Erkrankung zählt zu den größten Bedrohungen für deine Spargelpflanzen. Erkennbar ist sie an gelben, welkenden Trieben und rötlich-braunen Verfärbungen an den Wurzeln.

Die Fusarium-Welke ist besonders tückisch, weil der Pilz jahrelang im Boden überleben kann. Vorbeugung ist hier der beste Schutz.

Biologische Bekämpfung:

  • Verwende resistente Sorten wie Jersey Knight
  • Praktiziere strenge Fruchtfolge (mindestens 8 Jahre Pause vor Wiederanbau auf derselben Fläche)
  • Entferne und vernichte befallene Pflanzen vollständig
  • Setze auf nützliche Mikroorganismen wie nicht-pathogene Fusarium-Stämme zur Bodenverbesserung

Konventionelle Bekämpfung:

  • Behandlung der Kronen vor dem Pflanzen mit zugelassenen Fungiziden
  • Bei starkem Befall hilft leider nur die komplette Entfernung des Bestandes

Spargelrost (Puccinia asparagi)

Kleine orangefarbene bis bräunliche Pusteln auf den Stängeln und dem Laub deiner Spargelpflanzen sind ein sicheres Zeichen für Spargelrost. Bei starkem Befall kann das Laub vorzeitig absterben, was die Energiespeicherung für die nächste Saison stark beeinträchtigt.

Bekämpfungsmaßnahmen:

  • Entferne befallenes Pflanzenmaterial konsequent und entsorge es (nicht kompostieren!)
  • Wähle rostresistente Sorten
  • Verbessere die Luftzirkulation durch ausreichende Pflanzabstände
  • Bei starkem Befall kannst du geeignete Fungizide aus dem Fachhandel einsetzen

Gemeiner Spargelhähnchen (Crioceris asparagi)

Diese kleinen, blau-schwarzen Käfer mit roten und gelben Markierungen sowie ihre grau-grünen Larven können erheblichen Schaden am Spargellaub anrichten.

Spargelhähnchen können bei massenhaftem Auftreten das gesamte Laub skelettieren und dadurch die Pflanze erheblich schwächen. Eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen ist daher unerlässlich.

Bekämpfungsmaßnahmen:

  • Fördere natürliche Fressfeinde wie Marienkäfer und Raubwanzen
  • Sammle die Käfer und Larven bei geringem Befall per Hand ab
  • Entferne die roten Spargelbeeren, da sie als Eiablageplatz dienen
  • Bei starkem Befall kannst du auf für den Hausgarten zugelassene Insektizide zurückgreifen

Tipps zur Vorbeugung:

Die beste Krankheitsbekämpfung ist die Vorbeugung. Mit diesen Maßnahmen kannst du viele Probleme von vornherein vermeiden:

  1. Wähle für deinen Garten krankheitsresistente Sorten
  2. Achte auf luftige Pflanzabstände
  3. Entferne Pflanzenreste im Herbst vollständig
  4. Halte das Beet unkrautfrei
  5. Vermeide Staunässe durch gute Drainage

Mit regelmäßiger Kontrolle und schnellem Handeln bei ersten Anzeichen von Problemen kannst du sicherstellen, dass deine Spargelpflanzen gesund bleiben und dir über viele Jahre hinweg reiche Ernte bescheren.

Ernte und Nachsorge

Endlich ist es soweit – deine Geduld wird belohnt! Doch wann wird Spargel geerntet? Nach dem Pflanzen musst du dich zunächst etwa zwei bis drei Jahre gedulden. Die erste richtige Ernte Spargel steht dir erst im dritten Jahr bevor. Ab dann kannst du aber jährlich von Mitte April bis zum 24. Juni (dem traditionellen Johannistag) ernten. Diese zeitliche Begrenzung ist keine willkürliche Tradition, sondern gibt deinen Pflanzen genügend Zeit, Kraft für das nächste Jahr zu sammeln.

Die Frage, wie wird Spargel geerntet, führt uns zu einer echten Handarbeit, die etwas Fingerspitzengefühl erfordert. Beim weißen Spargel musst du zuerst vorsichtig etwas Erde vom Damm entfernen, um die Spitze der Spargelstange zu finden. Mit einem speziellen Spargelmesser stichst du dann schräg in die Erde und schneidest die Stange etwa 20-25 cm unterhalb der Oberfläche ab. Beim grünen Spargel ist es etwas einfacher – hier schneidest du die Stangen direkt über dem Boden ab, sobald sie die gewünschte Höhe von etwa 20 cm erreicht haben.

Was den Ertrag betrifft, so kann laut Studien der Pennsylvania State University eine gut etablierte Spargelpflanze ab dem vierten Jahr bis zu 25 Stangen pro Saison liefern. Bei einem durchschnittlichen Gewicht von 20-30 Gramm pro Stange bedeutet dies etwa 500-750 Gramm Spargel pro Pflanze und Saison. „Die Erträge steigen in der Regel bis zum sechsten oder siebten Jahr an und bleiben dann für einige Jahre auf diesem Niveau, bevor sie langsam abnehmen“, erklärt Gartenbauprofessorin Dr. Hannah Klein.

Ein Profi-Tipp für die Ernte Spargel: Steche am besten morgens, wenn die Temperaturen noch kühl sind. So bleibt der Spargel länger frisch und knackig. Außerdem solltest du, besonders in den ersten Erntejahren, nicht zu viele Stangen von einer Pflanze nehmen – drei bis vier pro Pflanze sind ein guter Richtwert, um sie nicht zu schwächen.

Nach der Ernte sollte der Spargel schnell verarbeitet oder richtig gelagert werden. Im Kühlschrank hält er sich, eingewickelt in ein feuchtes Tuch, etwa 2-3 Tage frisch. Alternativ kannst du die Stangen auch wie Blumen in ein Glas mit etwas Wasser stellen und im Kühlschrank aufbewahren – so bleiben sie besonders knackig.

Die Spargel Pflege nach der Ernte ist mindestens genauso wichtig wie die Pflege vor und während der Wachstumsphase! Sobald die Erntezeit vorbei ist, lässt du die Spargelpflanzen ungestört wachsen und entwickeln ihr imposantes, farnartiges Laub. Dieses Grün ist kein unnötiger Zierat, sondern die Energiefabrik der Pflanze! Hier wird durch Photosynthese die Energie erzeugt und in den Wurzeln gespeichert, die deine Pflanze für die Spargelproduktion im nächsten Jahr benötigt.

Für die Spargel Pflege nach der Ernte ist die konsequente Unkrautbekämpfung besonders wichtig. Unkräuter konkurrieren mit deinen Spargelpflanzen um Wasser und Nährstoffe, was zu schwächeren Erträgen führen kann. Halte den Boden regelmäßig feucht, ohne ihn zu überwässern – Staunässe ist der Feind jeder Spargelpflanze! Eine gute Faustregel: Lieber seltener, dafür aber durchdringend gießen.

Im Herbst, wenn das Laub gelb wird und abstirbt, ist ein wichtiger Zeitpunkt für die Spargel Pflege nach der Ernte gekommen: Schneide das vertrocknete Laub bodennah ab und entsorge es – nicht kompostieren! So verhinderst du, dass Krankheitserreger überwintern und im nächsten Jahr Probleme verursachen. Anschließend kannst du eine Schicht gut verrotteten Kompost auf das Beet auftragen, um den Boden mit Nährstoffen für die kommende Saison anzureichern. Mit dieser Pflegeroutine wirst du viele Jahre Freude an deinem selbstgezogenen Spargel haben!