Der 14. Februar ist alljährlich der Tag der Liebenden. Gerne werden am Valentinstag Blumensträuße verschenkt – sie werden einem ja förmlich um die Ohren gehauen. Doch das ist nicht nur einfallslos, ein Strauß ist auch sehr kurzweilig und nach wenigen Tagen schon verblüht. Du möchtest etwas verschenken, das wirklich von Herzen kommt, bei dem man merkt, du hast dir Gedanken gemacht und der Beschenkte hat lange etwas davon? Dann haben wir hier die passenden Liebesgeschenke für dich. Bedienen kannst du dich übrigens in deinem eigenen Garten.
Valentinstag – älter als der Blumenladen
Ja, der Valentinstag wird gerne als Erfindung der Blumenindustrie dargestellt. Er wurde von den Floristen zwar dankbar als Anlass angenommen, hatte aber ursprünglich so gar nichts damit zu tun. Namensgeber ist wohl der heilige Valentin, ein Geistlicher, der im 3. Jahrhundert gelebt hat. Einer Legende nach hat er Paare trotz Verbots getraut und ihnen dazu Blumen aus seinem Garten überreicht. Der Brauch, den wir heute kennen, hat sich im mittelalterlichen England und später auch in Frankreich entwickelt. Von dort aus wanderte die Tradition, sich am 14. Februar kleine Liebesgeschenke zu machen, in die USA und kam nach dem 2. Weltkrieg auch zu uns nach Deutschland. Nun aber genug der Theorie und ab in den Garten – hier sind unsere Liebesgeschenk-Ideen.
Sofort schön: Liebesgrüße, die du direkt aufhängen oder hinstellen kannst
Winterkranz in Herzform
Das ist der Volltreffer, wenn du etwas verschenken möchtest, das sofort nach Liebesgruß aussieht, aber nicht wie die Deko von der Tanke. Und es ist ganz einfach:
- Du brauchst einen Herzrohling aus Draht, dünnen Bindedraht und Wintergrün. Natürlich kannst du dir das Herz auch selbst aus Draht biegen.
- Als Grün eignen sich Efeu, Koniferenzweige, Buchsbaum oder auch Rosmarin.
- Damit Farbe ins Spiel kommt, kannst du Hagebutten Mispeln, Feuerdorn oder auch Schlehen nehmen. Zusätzlich sehen Zapfen und getrocknete Blütenstände ebenfalls gut aus.
- Nun bindest du das Grün in kleinen Portionen fest und deckst den Draht somit nach und nach ab. Zum Schluss noch die Beeren und die Deko hineinflechten, alternativ festkleben.
Mit einem kleinen Schildchen in Herzform und einer Grußbotschaft hast du etwas, was lange hält und nachhaltig von Liebe erzählt.
Mini-Vase mit Trockenblumen
Trockenblumen als Valentinstagsgruß wirken charmant, ganz besonders dann, wenn sie aus dem eigenen Garten kommen. Für einen solchen Trockenblumenstrauß eignen sich zum Beispiel
- Lavendel
- Ringelblumen
- Kornblumen
- Gräser
- Zarte Samenkapseln
Möchtest du einen solchen Gruß verschenken, solltest du bereits im Sommer die Blumen schneiden und trocknen. Stelle dann ein kleines Bündel zusammen, binde eine Schnur darum und gib es in ein kleines Glas (das du selbst mit Liebesmotiven verzieren kannst, oder in eine schmale Vase.
Samenpapier als Herz – die etwas andere „Grußkarte“
Eine einfache Grußkarte kann man machen, ist aber Nullachtfünfzehn. Ein Herz aus Samenpapier ist dagegen ein originelles Liebesgeschenk. So funktioniert´s:
- Nimm unbedrucktes Papier wie Küchenpapier und weiche es in Wasser ein. Nun wird er zerzupft und kräftig geknetet.
- Mische jetzt Samen vorsichtig unter. Ideal sind kleine, robuste Blüher wie Ringelblumen, Kornblumen oder Tagetes – diese keimen besonders leicht.
- Die Masse streichst du nun dünn aus, lässt sie trocknen und schneidest dann ein Herz aus. Fertig.
Das Samenpapier wird nach dem Verschenken in einen Blumentopf gelegt, dünn mit Erde bedeckt, gleichmäßig feucht gehalten und hell aufgestellt. Nach kurzer Zeit gucken die ersten Triebe aus der Erde.
Möchtest du es noch einfacher? Dann nimm herkömmliches Schreibpapier, schneide ein Herz aus, bestreiche es dünn mit Mehlkleister und streue Samen auf eine Seite. Das ist vielleicht nicht ganz so elegant, aber es funktioniert auch.
Der Liebesgruß, der im Sommer zur Höchstform aufläuft
Vielleicht sieht ein Blumentopf mit Erde als Geschenk zum Valentinstag erst mal nicht so besonders hübsch aus. Doch daraus entwickelt sich etwas Wunderbares.
- Nimm einen hübschen (vielleicht auch selbstbemalten) Topf oder Übertopf.
- Füge unten eine Drainage aus Kies, Blähton oder Tonscherben ein.
- Fülle den Topf mit frischer Erde auf.
- Die Samen kannst du nun direkt einsäen oder Saatgut in einem Tütchen mit dazugeben (inkl. Gebrauchsanweisung).
- Noch ein Schildchen mit einem Liebesgruß und schon ist das Valentinstagsgeschenk fertig.
Wähle für die Samen Pflanzen mit einem passenden Liebesbezug. Zum Beispiel:
- Brennende Liebe: Zeigt sich in kräftigen, leuchtend roten Blüten, die wie kleine Sternchen in dichten Köpfen sitzen. Die Pflanze wirkt im Beet und im Topf wie ein roter Farbtupfer, dem man sich nicht entziehen kann.
- Stockrosen: Sie bilden große, auffällige Blüten in langen, hohen Stängeln – wie ein Blütenturm. Die Blüten erinnern an Malven und können schlicht oder auch gefüllt sein. Die Farben reichen von Weiß über verschiedene Rottöne bis hin zu Schwarz. Da Stockrosen sehr groß werden, sollten sie in einen größeren Topf umziehen oder ab einer gewissen Größe ins Beet gesetzt werden.
- Lein: Hierbei handelt es sich um eine zarte, filigrane Pflanze mit dünnen Stängeln und feinen Blättern. Die Blüten sind klein, aber elegant – oft in hellem Blau, je nach Mischung auch in Weiß oder Rosa. Wirkt ein bisschen wie Seide, die im Wind flattert.
- Liebeshainblume: Eine niedrige, weich wirkende Pflanze mit vielen kleinen Blüten. Typisch sind himmelblaue Blüten mit hellem Zentrum, es gibt aber auch weiße Varianten.
Liebe zum Anbeißen – essbare Geschenke aus Garten und Küche
Essbare Gartengeschenke passen zum Valentinstag, weil sie länger halten, als zwei Tage. Man nutzt sie immer wieder, man kocht damit oder freut sich später im Jahr noch einmal darüber. Wichtig ist nur: Gib dem Ganzen eine klar Idee mit – dann wirkt es wie ein Geschenk und nicht wie ein Küchenrest.
Ideen, die du kinderleicht umsetzen kannst:
- Essbare Blüten als Mini-Set: Nimm Samen, einen kleinen Blumentopf und häng einen Zettel daran, auf dem du 2 bis 3 Ideen vermerkst, wie di Samen genutzt werden können. Zum Beispiel im Salat, als Deko auf dem Butterbrot oder im Kuchen.
- Kräuter als Kochbegleiter: Wer viel kocht, kommt an Kräutern nicht vorbei. Ein Kräutertopf zum Valentinstag wird erst rund, wenn du ihn mit etwas kombinierst. Zum Beispiel Rosmarin mit grobem Salz im Glas für Ofenkartoffeln oder Gemüse. Thymian mit einem Fläschchen hochwertigem Öl für Brot, Pasta oder Ofengerichte. Minze oder Zitronenmelisse mit Honig vom Imker, etwa für Tee.
- Kräutersalz im Glas: Getrocknete, fein gehackte Kräuter mit Salz mischen, in ein dekoratives Glas füllen, fertig. Das sieht gut aus und steht nicht nur herum, sondern wird verwendet.
- Microgreens/Sprossen: Nimm eine kleine Schale, etwas Substrat und Samen wie Kresse, Radieschen oder Erbsen. Diese Sorten wachsen schnell und sind nach kurzer Zeit bereits essbar – ideal für alle, die frische Sachen bevorzugen und nicht lange darauf warten möchten.
Valentinstagsgeschenke aus dem Garten – weil´s persönlicher ist
Am Valentinstag geht es nicht darum, wer den größten Strauß anschleppt. Ein Geschenk muss deshalb nicht groß sein, um gut anzukommen. Wenn du etwas aus deinem Garten schenkst, steckt da automatisch mehr drin als im schnellen Blumenstrauß von der Ecke.