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Rezeptideen aus dem Garten: Kräuteröle

Selbst im kleinsten Garten, auf Balkonen und sogar auf dem Fensterbrett ist immer irgendwo ein Platz für eine Kräuterecke. Wenn du gerne in der Küche kreativ wirst, dann…

Rezeptideen aus dem Garten: Kräuteröle

Selbst im kleinsten Garten, auf Balkonen und sogar auf dem Fensterbrett ist immer irgendwo ein Platz für eine Kräuterecke. Wenn du gerne in der Küche kreativ wirst, dann sind Kräuter sowieso eine Standardausstattung. Und gerade jetzt im Frühling, wenn alles wieder aus der Erde kommt, freuen wir uns besonders auf frisches Grün wie Rosmarin, Thymian, Basilikum oder Schnittlauch. Kräuter lassen sich dabei aber nicht nur frisch verwenden, du kannst aus ihnen auch ganz hervorragend leckere und aromatische Kräuteröle herstellen.

So lassen sich vor allem kleine Erntemengen verwenden. Du brauchst also kein ganzes Beet voller Kräuter, schon ein paar Zweige genügen für ein Glas voller Aroma. Wichtig dabei ist, dass du sauber arbeitest und die Öle zeitnah aufbrauchst, denn sie halten nicht ewig.

Kräuteröle und ihre Verwendung in der Küche

Kräuteröle sind Speiseöle, die mit Kräutern aromatisiert werden. Die Kräuter geben dabei Duft- und Geschmacksstoffe an das Öl ab. Je nach Kraut wird das Ergebnis frisch (Dill, Petersilie), würzig (Thymian, Oregano), herb (Salbei, Rosmarin), zitronig (Zitronenmelisse, Zitronenthymian), scharf (Bärlauch, Schnittlauch) oder leicht harzig (Rosmarin). In der Küche gibt es eigentlich kaum etwas, was du nicht mit Kräuterölen aufpeppen kannst:

  • Über Ofengemüse, Pasta und Kartoffeln geben
  • Salate, Dips und Dressings abrunden
  • Brot, Focaccia oder Bruschetta beträufeln
  • Grillgemüse, Fisch und Fleisch würzen
  • Suppen kurz vor dem Servieren verfeinern
  • Kräuterquark, Frischkäse oder Hummus aromatisieren

Viele Kräuteröle enthalten ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe oder andere Pflanzenstoffe. Dadurch schmecken sie nicht nur interessant, sie wurden auch lange in der Hausapotheke genutzt. Für Speiseöle und Pflegeöle gelten aber unterschiedliche Regeln. Ein Öl für die Küche ist nicht automatisch ein Hautöl, und ein Pflegeöl gehört nicht aufs Brot.

Kräuteröle und die traditionelle Verwendung

Neben der Küche haben Kräuteröle auch in der traditionellen Anwendung ihren Platz. Dabei geht es vor allem um äußerliche Pflege, Einreibungen oder Badezusätze. Solche Öle können angenehm sein, etwas bei trockener Haut, nach der Gartenarbeit oder als duftender Badezusatz. Sie ersetzen aber keine medizinische Behandlung.

Wenn du Kräuteröle für die Haut verwenden möchtest, teste es zuerst an einer kleinen Stelle. Besonders ätherische Öle und stark aromatische Kräuter können empfindliche Haut reizen. Bei offenen Wunden, Hautkrankheiten, Schwangerschaft, Allergien, anhaltenden Beschwerden und bei kleinen Kindern ist Zurückhaltung sinnvoll.

Kraut Verwendung Hinweis
Lavendel Traditionell bei Unruhe und als Badezusatz Sparsam dosieren, Duft kann schnell zu intensiv werden
Ringelblume Traditionell bei beanspruchter Haut Eher für Pflegeöle als für Speiseöle
Rosmarin Traditionell für Einreibungen bei müden Muskeln Nicht zu kräftig ansetzen
Salbei Traditionell bei Haut- und Mundpflege Für Küchenöl sehr intensiv
Thymian Traditionell bei Erkältungen und als Badezusatz Nicht für kleine Kinder ohne fachlichen Rat
Minze Traditionell erfrischend bei schwerem Gefühl Kann auf der Haut stark kühlen
Johanniskraut Traditionell als Rotöl zur Hautpflege Kann die Haut lichtempfindlicher machen
Kamille Traditionell für empfindliche Haut Allergien gegen Korbblütler beachten

Kräuteröle – ein kurzer Blick zurück

Glasflaschen mit Kräuteröl und Lavendelblüten auf Holztisch im Garten.
Duftende Kräuteröle aus dem Garten eignen sich ideal für natürliche Wellness und Küche.

Kräuter und Öle werden schon sehr lange kombiniert. Im Mittelmeerraum verband man aromatische Pflanzen früh mit Olivenöl, in der Küche ebenso wie bei der Körperpflege, als Duft und in rituellen Anwendungen. Später spielten Kräuter auch in Kloster- und Hausgärten eine große Rolle. Dort wurden Pflanzen angebaut, getrocknet, angesetzt und für Küche, Pflege und traditionelle Hausmittel genutzt.

Für deine Gartenküche ist daran vor allem der einfache Grundgedanke interessant: Kräuter geben ihr Aroma an das Öl ab. Dieses Öl kannst du dann gezielt dort einsetzen, wo ein Gericht noch etwas mehr Würze, Frische oder Tiefe vertragen kann.

Diese Kräuter eignen sich für Kräuteröle in der Küche

Viele Gartenkräuter lassen sich für Kräuteröle verwenden. Sinnvoll ist es vor allem bei Kräutern, die ein klares Aroma mitbringen. Manche geben schon nach wenigen Stunden viel Geschmack ab, andere brauchen etwas länger. Zarte Kräuter schmecken frisch, feste Kräuter mit ledrigen Blättern oder holzigen Zweigen bringen mehr Würze.

Nicht jedes Kraut passt zu jedem Zweck. Liebstöckel zum Beispiel ist sehr kräftig und kann ein Öl schnell nach Suppengrün schmecken lassen. Bei Lavendel solltest du immer dezent dosieren, da es schnell seifig schmecken kann. Gundermann, Ysop und Pimpinelle sind geschmacklich spannend, aber nicht jedermanns Sache. Solche Kräuter setzt du am besten in kleinen Mengen an, bevor du eine größere Flasche füllst.

Kraut Öl Verwendung
Bärlauch Rapsöl Pasta, Kartoffeln, Frischkäse
Basilikum Olivenöl Tomaten, Pasta, Brot
Bohnenkraut Olivenöl Bohnen, Eintöpfe, Ofengemüse
Dill Rapsöl Gurken, Kartoffeln, Fisch
Estragon Traubenkernöl Dressings, Senfsoßen, Geflügel
Kerbel Rapsöl Suppen, Eiergerichte, Frühlingsküche
Liebstöckel Rapsöl Suppen, Kartoffeln, Gemüsepfannen
Minze Sonnenblumenöl Joghurt, Couscous, Sommergemüse
Oregano Olivenöl Pizza, Ofengemüse, Focaccia
Petersilie Rapsöl Kartoffeln, Suppen, Dips
Rosmarin Olivenöl Kartoffeln, Bohnen, Grillgemüse
Salbei Olivenöl Gnocchi, Kürbis, Pilze
Schnittlauch Rapsöl Quark, Salate, Eiergerichte
Thymian Olivenöl Pilze, Ofentomaten, Hülsenfrüchte
Zitronenmelisse Sonnenblumenöl Salate, Joghurt, Sommerküche
Zitronenthymian Olivenöl Gemüse, Fisch, Ofenkartoffeln

Bei wasserhaltigen Zutaten ist Vorsicht geboten. Frischer Knoblauch, Chili, Zwiebeln, Zitronenschalen oder Kräuter mit Restfeuchtigkeit sehen im Glas zwar hübsch aus, machen das Öl aber empfindlicher. Solche Öle setzt du besser nur in kleinen Mengen an und lagerst sie im Kühlschrank.

Welches Öl passt zu welchem Kraut?

Beim Kräuteröl entscheidet nicht nur das Kraut über den Geschmack. Das Öl bringt selbst Aroma mit und kann feine Kräuter entweder schön tragen oder komplett überdecken. Ein kräftiges Olivenöl passt gut zu mediterranen Kräutern, während ein mildes Raps- oder Sonnenblumenöl zarte Kräuter stärker in den Vordergrund setzt.

Öl Charakter Kräuter
Olivenöl Kräftig, fruchtig Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei, Basilikum
Rapsöl Mild, zurückhaltend Dill, Schnittlauch, Petersilie, Bärlauch, Kerbel
Sonnenblumenöl Weich, neutral Basilikum, Minze, Zitronenmelisse, Zitronenverbene
Traubenkernöl Fein, leicht nussig Estragon, Petersilie, Schnittlauch
Walnussöl Deutlich nussig Salbei, Petersilie, Thymian
Leinöl Eigen, empfindlich Schnittlauch, Dill, Petersilie

Für den Anfang reichen Olivenöl und Rapsöl völlig aus. Mit diesen beiden Ölen deckst du die meisten Kräuterkombinationen ab. Nussöle und Leinöl verwendest du besser nur für kleine Frischöle, die kalt auf den Teller kommen. Sie sind empfindlicher, schmecken stärker und eignen sich nicht zum Erhitzen.

Die Haltbarkeit von Kräuterölen

Kleine Flasche mit Kamillenöl vor frischen Kamillenblüten im Sonnenlicht.
Selbstgemachtes Kamillenöl lässt sich einfach in kleinen Mengen natürlich herstellen.

Einen klassischen Vorrat solltest du mit selbstgemachten Kräuterölen nicht anlegen, denn frische Öle bringen Feuchtigkeit mit und das kann im Öl schnell problematisch werden. Daher: sauber arbeiten, kühl lagern, kleine Mengen ansetzen und schnell verbrauchen.

Frische Kräuteröle gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden. Das betrifft besonders Öle mit frischem Basilikum, Dill, Schnittlauch, Petersilie, Bärlauch, Minze, Knoblauch, Chili und Zitronenschale. Wenn du größere Mengen machen möchtest, ist Einfrieren eine gute Lösung. Dafür kannst du das Öl in Eiswürfelbehälter füllen und später portionsweise verwenden.

Öle mit vollständig getrockneten Kräutern sind etwas unkomplizierter, weil wenig Wasser ins Glas kommt. Trotzdem solltest du sie dunkel, kühl und sauber lagern. Sobald ein Öl ungewohnt riecht, trüb wird, Bläschen bildet, schimmelt oder gärig erscheint, gehört es weg.

Grundrezept für schnelle Kräuteröle

Die meisten Kräuteröle folgen einem einfachen Prinzip. Du brauchst Öl, Kräuter, ein sauberes Glas und etwas Zeit. Je nach Kraut kannst du kalt ziehen lassen, kurz mixen oder mit getrockneten Kräutern arbeiten.

Das brauchst du fürs Grundrezept:

  • 250 ml Öl
  • 1 bis 2 Handvoll Kräuter oder mehrere kräftige Zweige
  • Nach Wunsch Salz, Pfeffer, Zitronenabrieb oder Gewürze

So geht die Zubereitung:

  1. Kräuter verlesen, waschen und sehr gründlich trocknen.
  2. Zarte Kräuter grob schneiden, feste zweige leicht andrücken.
  3. Kräuter in ein sauberes Glas geben und vollständig mit Öl bedecken.
  4. Im Kühlschrank ziehen lassen. Zarte Kräuter brauchen wenige Stunden, kräftige Kräuter kannst du einen Tag ziehen lassen.
  5. Für ein feineres Öl das Ganze durch ein sauberes Sieb oder Tuch abseihen.
  6. Kühl lagern und rasch verbrauchen.

Rezept 1: Rosmarin-Thymian-Öl

Dieses Öl ist kräftig, würzig und ideal für alles, was aus dem Ofen kommt. Rosmarin und Thymian vertragen herzhafte Gerichte sehr gut.

Flasche mit Rosmarin-Thymian-Öl und Zitronenschale auf rustikalem Küchentisch.
Aromatisches Kräuteröl mit Rosmarin und Thymian verfeinert viele mediterrane Gerichte. (Bild KI)

Zutaten:

  • 250 ml Olivenöl
  • 3 Zweige Rosmarin
  • 5 Zweige Thymian
  • 4 schwarze Pfefferkörner
  • 1 kleines Stück Bio-Zitronenschale

Zubereitung:

  1. Rosmarin und Thymian waschen und vollständig trocknen lassen.
  2. Die Zweige leicht andrücken, damit sie Aroma abgeben.
  3. Kräuter, Pfefferkörner und Zitronenschale in ein sauberes Glas geben.
  4. Mit Olivenöl auffüllen und im Kühlschrank ziehen lassen.
  5. Nach einem Tag abseihen oder die Kräuter vor dem Servieren entfernen.

Passt zu Ofenkartoffeln, Bohnen, Pilzen, Grillgemüse und Focaccia.

Rezept 2: Basilikum-Zitronen-Öl

Basilikumöl schmeckt frisch und sommerlich. Es ist empfindlicher als Öle mit festen Kräutern und sollte deshalb schnell verbraucht werden.

Flasche mit Basilikum-Zitronen-Öl neben frischem Basilikum und Zitrone.
Frisches Basilikum und Zitrone verleihen diesem Kräuteröl ein sommerliches Aroma. (Bild KI)

Zutaten:

  • 250 ml mildes Olivenöl
  • 2 große Hände Basilikum
  • etwas Bio-Zitronenabrieb
  • 1 kleine Prise Salz
  • etwas schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

  • Basilikum waschen, verlesen und sehr gut trocken tupfen.
  • Blätter grob schneiden und mit Öl, Zitronenabrieb, Salz und Pfeffer kurz mixen.
  • Das Öl durch ein feines Sieb geben, wenn du es glatter möchtest.

Passt zu Tomaten, Pasta, Mozzarella, geröstetem Brot und gegrillter Zucchini.

Rezept 3: Schnittlauch-Petersilien-Öl

Dieses Öl ist mild, grün und sehr vielseitig. Es passt besonders gut zu einfachen Gerichten, denen frische Kräuter guttun.

Flasche mit Schnittlauch-Petersilien-Öl neben frischen Kräutern auf Holztisch.
Würziges Kräuteröl mit Schnittlauch und Petersilie passt ideal zu Kartoffeln und Salaten. (Bild KI)

Zutaten:

  • 250 ml Rapsöl
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 1 Hand Petersilie
  • 1 kleine Prise Salz
  • etwas Pfeffer

Zubereitung:

  1. Schnittlauch und Petersilie waschen und sorgfältig trocknen.
  2. Schnittlauch in Röllchen schneiden, Petersilie grob hacken.
  3. Kräuter mit Öl, Salz und Pfeffer kurz pürieren.
  4. Vor der Verwendung umrühren oder schwenken.

Passt zu Quark, Pellkartoffeln, Eiern, Suppen und Frischkäse.

Rezept 4: Dill-Senf-Öl

Dill bringt Frische, Senfkörner eine leichte Würze. Das Öl passt sehr gut in die schnelle Alltagsküche.

Flasche mit Dill-Senf-Öl und frischen Kräutern auf rustikalem Küchentisch.
Aromatisches Dill-Senf-Öl verleiht Fischgerichten und Salaten eine feine Würze. (Bild KI)

Zutaten:

  • 250 ml Rapsöl
  • 1 Bund Dill
  • 1 TL Senfkörner
  • etwas Bio-Zitronenabrieb
  • 1 kleine Prise Salz

Zubereitung:

  1. Dill waschen, trocken schütteln und auf einem Tuch nachtrocknen lassen.
  2. Grobe Stiele entfernen, zarte Stiele können bleiben.
  3. Dill grob schneiden und mit Senfkörnern, Zitronenabrieb und Salz in ein Glas geben.
  4. Mit Rapsöl auffüllen und einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
  5. Danach abseihen, damit das Öl feiner bleibt.

Passt zu Gurkensalat, Kartoffelsalat, Fisch, Joghurtsoßen und kalten Gemüsegerichten.

Rezept 5: Oregano-Paprika-Öl

Dieses Öl arbeitet mit getrocknetem Oregano und ist deshalb unkomplizierter als viele Frischöle. Es schmeckt kräftig und mediterran.

Flasche mit Oregano-Paprika-Öl und Gewürzen neben frischem Fladenbrot.
Würziges Oregano-Paprika-Öl passt hervorragend zu Brot, Pizza und mediterranen Gerichten. (Bild KI)

Zutaten:

  • 250 ml Olivenöl
  • 2 EL getrockneter Oregano
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 kleine Prise Chiliflocken
  • 1 kleine Prise Salz

Zubereitung:

  1. Oregano, Paprikapulver, Chiliflocken und Salz in ein sauberes Glas geben.
  2. Mit Olivenöl auffüllen und gründlich verrühren.
  3. Mehrere Stunden ziehen lassen.
  4. Vor dem Verwenden schwenken oder durch ein feines Sieb geben.

Passt zu Pizza, Focaccia, Ofenpaprika, Auberginen und gegrilltem Brot.

Rezept 6: Salbei-Walnuss-Öl

Salbei ist intensiv und braucht ein Öl, das dagegenhalten kann. Walnussöl passt gut, sollte aber nur kalt verwendet werden.

Flasche mit Salbei-Walnuss-Öl neben frischem Salbei und Walnüssen.
Kräftiges Salbei-Walnuss-Öl passt besonders gut zu herbstlichen Gemüsegerichten. (Bild KI)

Zutaten:

  • 200 ml mildes Olivenöl
  • 50 ml Walnussöl
  • 8 bis 10 Salbeiblätter
  • 3 Pfefferkörner
  • 1 kleine Prise Salz

Zubereitung:

  1. Salbeiblätter waschen und vollständig trocknen.
  2. Blätter leicht andrücken und mit Pfefferkörnern und Salz in ein Glas geben.
  3. Olivenöl und Walnussöl darübergeben.
  4. Einige Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
  5. Nach Geschmack abseihen, damit der Salbei nicht zu dominant wird.

Passt zu Gnocchi, Kürbis, weißen Bohnen, Kartoffeln und gebratenen Pilzen.

Rezept 7: Minz-Melissen-Öl

Dieses Öl ist frisch, leicht und eher etwas für kalte oder lauwarme Gerichte. Zu lange sollte es nicht ziehen, sonst kann das Aroma kippen.

Flasche mit Minz-Melissen-Öl neben frischer Minze und Zitronenschale.
Erfrischendes Minz-Melissen-Öl bringt eine leichte Kräuternote in sommerliche Gerichte. (Bild KI)

Zutaten:

  • 250 ml Sonnenblumenöl
  • 1 Hand Minze
  • 1 Hand Zitronenmelisse
  • etwas Bio-Zitronenabrieb
  • 1 kleine Prise Salz

Zubereitung:

  1. Minze und Zitronenmelisse waschen, verlesen und sehr gut trocknen.
  2. Blätter von groben Stielen zupfen und grob schneiden.
  3. Mit Zitronenabrieb und Salz in ein sauberes Glas geben.
  4. Mit Sonnenblumenöl auffüllen und 2 bis 4 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
  5. Danach abseihen.

Passt zu Couscous, Gurken, Joghurt-Dips, gebratener Zucchini und sommerlichen Salaten.

Rezept 8: Bärlauchöl für den Frühling

Bärlauchöl ist intensiv und sehr aromatisch. Es eignet sich vor allem für kleine Mengen, die du schnell verbrauchst oder portionsweise einfrierst.

Flasche mit Bärlauchöl neben frischem Bärlauch und Brot auf Holztisch.
Würziges Bärlauchöl bringt frisches Frühlingsaroma in Dips, Pasta und Brotgerichte. (Bild KI)

Zutaten:

  • 250 ml Rapsöl oder mildes Olivenöl
  • 1 große Hand Bärlauch
  • 1 kleine Prise Salz
  • etwas Zitronenabrieb nach Geschmack

Zubereitung:

  1. Bärlauch gründlich waschen, verlesen und sehr gut trocknen.
  2. Blätter grob schneiden und mit Öl und Salz kurz pürieren.
  3. Nach Wunsch Zitronenabrieb zugeben.
  4. In ein sauberes Glas füllen und im Kühlschrank lagern.

Passt zu Pasta, Kartoffeln, Frischkäse, Suppen und geröstetem Brot.

Tipps für bessere Kräuteröle

Kräuteröle werden deutlich besser, wenn du bei der Vorbereitung genau arbeitest. Es geht dabei nicht um komplizierte Küchentechniken, dafür aber um saubere Gläser, trockene Kräuter und passende Mengen.

  • Ernte Kräuter an trockenen Tagen, sobald der Morgentau abgetrocknet ist.
  • Verwende keine welken, fleckigen oder matschigen Blätter.
  • Trockne gewaschene Kräuter gründlich auf einem sauberen Tuch.
  • Setze lieber kleine Mengen an, statt eine große Flasche wochenlang aufzubewahren.
  • Beschrifte jedes Glas mit Inhalt und Datum.
  • Stelle Kräuteröle dunkel und kühl, frische Ansätze gehören immer in den Kühlschrank.
  • Nimm Öl nur mit sauberem Löffel heraus o der gieße es direkt aus der Flasche.
  • Erhitze empfindliche Kräuteröle nicht stark, sonst verlieren sie Aroma.
  • Friere überschüssiges Kräuteröl in kleinen Portionen ein.

Kräuteröle sind eine einfach Möglichkeit, deine Gerichte aufzupeppen. Sie sind unkompliziert und schmecken ganz hervorragend – vor allem, weil du sie nach deinem Geschmack dosieren kannst. Das macht viele Gerichte deutlich aromatischer. Gutes Gelingen!

Du hast ein Kräuteröl Geheimrezept? Wir würden uns freuen, wenn du es mit uns teilst.

H
Redaktion Garten

Als Kind weiß man immer ganz genau, was man später mal werden will – war bei mir nicht anders. Allerdings wurde ich dann weder Schornsteinfeger, noch Astrologe und auch kein Zahnarzt. Stattdessen landete ich als Moderator beim Radio und als Redakteur beim TV. Der Schritt ins Internet war dann nicht mehr weit – so habe ich mich 2008 als Redakteur und Texter selbstständig gemacht. Zu den flinken Fingern gesellte sich noch der Grüne Daumen – Beruf und Leidenschaft lagen nah zusammen. Ich landete schließlich bei Caipi und verbinde nun meine Erfahrungen als Texter und Hobbygärtner. Von meinem Arbeitsplatz aus sehe ich direkt in meinen Garten, was kann es Schöneres geben?

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