Zum Inhalt springen
Juli · Woche 30 — was diese Woche im Garten dran ist Newsletter Über uns Zum Shop ↗
Gartenblog.de
August

Dein Garten im August – die wichtigsten Aufgaben auf einen Blick

Im August sorgt dein Garten ständig für Nachschub – Tomaten, Gurken, Bohnen und Zucchini können laufend frisch geerntet werden. Auch beim Obst geht es munter weiter: Zwetschgen und…

Gartenhandschuhe und Pflanzkelle vor blühenden Petunien im sonnigen Sommergarten

Im August sorgt dein Garten ständig für Nachschub – Tomaten, Gurken, Bohnen und Zucchini können laufend frisch geerntet werden. Auch beim Obst geht es munter weiter: Zwetschgen und erste Äpfel werden reif, Brombeeren färben sich dunkel und auch die Sommerblumen denken noch lange nicht an den Herbst. Manchmal wächst und reift sogar mehr, als du überhaupt ernten und verwerten kannst.

Trotzdem verändert sich der Garten langsam. Die Tage werden schon wieder deutlich kürzer, morgens liegt nicht selten Tau auf den Pflanzen und manche Pflanzen bereiten sich bereits auf den Herbst vor. Neben Gießen, Ernten und Ausputzen stehen deshalb bereits erste Arbeiten für die kommende Jahreszeit an. Große und anstrengende Aktionen kannst du dir aber weiterhin sparen.

Wetter – Hitze, Gewitter und kühlere Nächte

Auch im August kann es längere Zeit heiß und trocken bleiben. Regen reicht nicht immer aus, um den Boden bis zu den Wurzeln zu durchfeuchten. Kontrolliere deshalb nicht nur die Oberfläche, sondern die Erde in einigen Zentimetern Tiefe.

Gießen solltest du am besten früh morgens. Ist das nicht möglich, kannst du abends wässern. Das Wasser gehört direkt an die Wurzeln und nicht über Blätter, Blüten oder Früchte. Besonders Tomaten, Gurken, Zucchini, Bohnen, Kürbisse, Jungpflanzen, Hochbeete und Kübel benötigen eine gleichmäßige Versorgung.

Anzeichen Bedeutung Maßnahme
Blätter hängen nur während der Mittagshitze Hitzereaktion möglich Erde kontrollieren und erst bei Trockenheit gießen
Erde ist auch unter der Oberfläche trocken Wassermangel Wurzelbereich gründlich wässern
Wasser läuft über die Oberfläche ab Boden stark ausgetrocknet In mehreren Durchgängen langsam gießen
Tomaten oder andere Früchte platzen auf Schwankende Wasserversorgung Gleichmäßiger und regelmäßiger gießen
Frische Saatreihen trocknen aus Keimung gefährdet Boden vorsichtig feucht halten
Kübel oder hohe Pflanzen stehen unsicher Sturmgefahr Abstützen, beschwere oder geschützt stellen

Eine Mulchschicht aus angetrocknetem Rasenschnitt, Laub, Stroh oder anderen geeigneten Materialien hält die Feuchtigkeit länger im Boden. Gleichzeitig schützt sie die Oberfläche vor starker Erwärmung und Verschlämmung. Übrigens ist eiskaltes Wasser weiterhin keine gute Idee, das kann zu einem Schock führen und den Pflanzen schaden. Besser: Abgestandenes Wasser aus der Regentonne.

Ziergarten – Blüten erhalten, Samen sammeln

Dahlien, Sonnenhut, Astern, Phlox, Sonnenblumen und viele andere Pflanzen sorgen im August für kunterbunte Beete. Damit einjährige Sommerblumen, Rosen und öfterblühende Stauden weitere Knospen bilden, entfernst du Verblühtes regelmäßig. Du musst allerdings nicht jeden Blütenstand abschneiden. Möchtest du Samen gewinnen oder sollen sich bestimmte Pflanzen selbst aussäen, lässt du einige gesunde Samenstände ausreifen. Das bietet sich unter anderem bei Akelei, Ringelblume, Fingerhut, Stockrose, Mohn und Schmuckkörbchen an.

Hohe Stauden, Dahlien, Gladiolen und Sonnenblumen brauchen weiterhin Halt. Kontrolliere vorhandene Stützen und Bindungen. Nach starkem Wachstum können Schnüre zu eng geworden sein oder Triebe oberhalb der Stützen umknicken.

Weitere Arbeiten im Ziergarten:

• Lavendel nach der Blüte leicht zurückschneiden, sofern dies noch nicht erledigt wurde
• Abgeknickte Triebe nach einem Gewitter sauber entfernen
• Kranke oder faulende Blätter unter dichten Stauden herausnehmen
• Stark wachsende Bodendecker an Beetkanten zurücknehmen
• Frisch gesetzte Pflanzen weiterhin vor starker Mittagssonne schützen
• Samen trocken ernten und mit Pflanzenname und Jahr beschriften

Bei heißem und trockenem Wetter solltest du größere Pflanz- und Teilungsaktionen verschieben. Im späteren August kannst du robuste Stauden teilen, wenn die Temperaturen sinken und du zuverlässig wässern kannst.

Herbstblüher – jetzt kommen die Zwiebeln in die Erde

Bei Blumenzwiebeln denkst du vermutlich zuerst an Tulpen und Narzissen. Für diese ist noch etwas Zeit. Im August werden dagegen Zwiebeln und Knollen gesetzt, die bereits im Herbst blühen. Dazu gehören:

• Echter Safran
• Herbst-Krokusse
• Herbstzeitlose
• Goldbecher

Setze die Zwiebeln möglichst bald nach dem Kauf ein. Der Boden sollte locker und durchlässig sein, damit keine Staunässe entsteht. Pflanztiefe und Abstand richten sich nach der jeweiligen Art. Bei der Herbstzeitlosen bitte aufpassen, denn sämtliche Pflanzenteile sind stark giftig. Trage beim Pflanzen Handschuhe und verwechsle die Pflanze nicht mit dem essbaren Echten Safran.

Hecken und Sträucher – den neuen Zuwachs begrenzen

Auch im August sind an Hecken nur schonende Form- und Pflegeschnitte möglich. Starke Rückschnitte, Rodungen und das Auf-den-Stock-Setzen müssen warten. Kontrolliere die Pflanzen vor jedem Schnitt auf bewohnte Nester, denn späte Bruten sind weiterhin möglich.

Im August steht außerdem der zweite Schnitt des Blauregens an. Lange Seitentriebe werden auf etwa fünf bis sieben Blätter eingekürzt. Die kräftigen Haupttriebe, die das Gerüst der Pflanze bilden, bleiben stehen. Kontrolliere auch Rankgitter und Befestigungen anderer Kletterpflanzen. Clematis, Weinreben und Kletterrosen können durch ihr Gewicht und starke Windböen lockere Halterungen aus der Wand ziehen.

Rosen und Kübelpflanzen – bei der Düngung unterscheiden

Öfterblühende Rosen werden weiterhin ausgeputzt. Schneide verwelkte Blüten über einem gut entwickelten Blatt ab. Möchtest du im Herbst Hagebutten haben, lässt du bei geeigneten Sorten einen Teil der Blütenstände stehen. Kranke Blätter mit Sternrußtau, Rosenrost oder anderen auffälligen Flecken sammelst du auf. Auch abgefallenes Laub sollte nicht unter den Pflanzen liegen bleiben. Stark erkrankte Blätter kommen nicht auf den Kompost.

Einjährige Sommerblumen in Kübeln und Kästen können noch immer Dünger erhalten, solange sie kräftig wachsen und blühen. Rosen, Gehölze und überwinternde Kübelpflanzen sollten dagegen spätestens ab Mitte August nicht mehr mit stickstoffreichem Dünger versorgt werden. Neue Triebe könnten sonst bis zum Winter nicht ausreichend ausreifen.

Kübelpflanzen trocknen im Sommer schneller aus als Pflanzen im Beet. Kontrolliere besonders große und dicht durchwurzelte Töpfe regelmäßig. Wasser, das längere Zeit im Untersetzer steht, wird entfernt.

Fuchsien und Geranien kannst du jetzt über Stecklinge vermehren. Schneide gesunde Triebspitzen ab, entferne die unteren Blätter und stecke die Triebe in Anzuchterde. Die Erde wird gleichmäßig feucht gehalten, darf aber nicht nass sein.

Obst und Beeren – ernten, schneiden und Erdbeeren pflanzen

Im Obstgarten wird es im August voll. Je nach Sorte und Region reifen Pflaumen, Mirabellen, Pfirsiche, frühe Äpfel und Birnen, Brombeeren, Heidelbeeren, Herbsthimbeeren und erste Weintrauben. Pflücke regelmäßig und entferne beschädigte Früchte. Fallobst sollte nicht lange unter den Bäumen liegen bleiben. Es zieht Wespen an, kann Krankheiten fördern und sorgt auf Wegen für rutschige Stellen. Gesundes Fallobst kannst du zeitnah verarbeiten.

Äpfel sind pflückreif, wenn sie sich mit einer leichten Drehbewegung vom Ast lösen. Birnen werden je nach Sorte häufig geerntet, bevor sie am Baum vollständig weich werden.

Bei stark tragenden Obstbäumen kontrollierst du weiterhin die Äste. Besonders Pflaumenbäume können unter der Last brechen. Gefährdete Äste werden abgestützt, ohne die Rinde durch schmale Auflagen zu beschädigen.

Abgeerntete Ruten von Sommerhimbeeren schneidest du bodennah heraus. Die jungen Ruten bleiben stehen und werden locker angebunden. Herbsthimbeeren tragen dagegen an den diesjährigen Ruten und werden jetzt nicht zurückgeschnitten.

Neue Erdbeerpflanzen sollten möglichst bis Mitte August ins Beet kommen. So bleibt ihnen genügend Zeit, kräftige Wurzeln für das kommende Jahr zu bilden. Das Herz der Pflanze darf nicht mit Erde bedeckt werden.

Gemüsebeete und Hochbeete – ernten und sofort nachlegen

Tomaten, Gurken, Zucchini, Bohnen, Mangold, Paprika, Auberginen, Salate, Möhren und Rote Bete liefern im August reichlich Ernte. Kontrolliere vor allem Gurken und Zucchini regelmäßig. Bleiben die Früchte zu lange hängen, werden sie groß und die Pflanzen bilden weniger Nachschub.

Tomaten bindest du weiterhin an und entfernst bei Stabtomaten die Geiztriebe. Kranke und stark bodennahe Blätter können weg. Ein radikales Freistellen der Früchte ist dagegen nicht sinnvoll, denn das Laub schützt vor starker Sonne. Gegen Ende August kannst du bei hoch gewachsenen Stabtomaten die Triebspitze entfernen, wenn bereits zahlreiche grüne Früchte vorhanden sind. Späte Blüten haben im Freiland häufig kaum noch genügend Zeit, reife Tomaten hervorzubringen.

Zwiebeln und Knoblauch werden geerntet, sobald das Laub von selbst vergilbt und umknickt. Drücke die Blätter nicht absichtlich auf den Boden. Nach der Ernte lässt du Zwiebeln und Knoblauch an einem trockenen, luftigen Platz nachtrocknen.

Unter Kürbisfrüchte kannst du Bretter, flache Steine oder Stroh legen. So liegen sie nicht direkt auf feuchter Erde und faulen weniger schnell.

Freie Beete bleiben auch im August nicht unbedeckt. Entweder säst und pflanzt du Herbstgemüse oder du bringst eine Gründüngung aus. So trocknet der Boden weniger schnell aus und wird nicht sofort von Beikräutern erobert.

Frühbeet und Gewächshaus – Feuchtigkeit vermeiden

An sonnigen Tagen können im Gewächshaus weiterhin sehr hohe Temperaturen entstehen. Türen, Fenster und Lüftungsklappen werden deshalb morgens geöffnet. Bei starker Sonne bleibt eine Schattierung sinnvoll.

Tomaten, Gurken, Paprika und Auberginen werden laufend geerntet und bei Bedarf nachgebunden. Gelbe, kranke und abgestorbene Blätter entfernst du. Gieße morgens direkt auf die Erde und lüfte anschließend gründlich. Feuchte Nächte und stärkerer Tau erhöhen im Spätsommer das Risiko für Pilzkrankheiten. Tomaten sollten deshalb möglichst trocken bleiben. Entdeckst du braune Flecken an Blättern oder Früchten, entfernst du die betroffenen Pflanzenteile sofort.

Stark erkrankte Kulturen solltest du nicht unnötig lange stehen lassen. Räume sie aus und nutze den frei gewordenen Platz für Herbstsalate, Spinat oder Feldsalat. Das Frühbeet eignet sich im August für geschützte Aussaaten. An warmen Tagen bleibt die Abdeckung geöffnet oder wird weit aufgestellt, damit sich darunter keine Hitze staut.

Aussaat und Voranzucht im August – freie Plätze für den Herbst

Im August geht es vor allem um Kulturen, die schnell wachsen oder im Herbst und Winter geerntet werden. Der genaue Zeitpunkt richtet sich nach Sorte, Region und Wetter. Beachte deshalb zusätzlich die Angaben auf der Saatguttüte. Bei Hitze trocknen feine Saatreihen innerhalb kurzer Zeit aus. Gieße die Fläche vor der Aussaat gründlich und halte die Erde anschließend gleichmäßig feucht. Eine luftdurchlässige Abdeckung kann bis zur Keimung vor dem Austrocknen schützen.

Drinnen vorziehen Direkt ins Beet Pflanzung
  • Kohlrabi
  • Kopfsalat
  • Winterkopfsalat
  • Asia-Salate
  • Feldsalat
  • Kresse
  • Radieschen
  • Rettich
  • Rucola
  • Spinat
  • Winterzwiebeln
  • Chinakohl
  • Endivien
  • Grünkohl
  • Kohlrabi
  • Lauch
  • Pak Choi
  • Radicchio
  • Salate
  • Zuckerhut

Bei Kräutern kannst du unter anderem Dill, Kerbel, Kresse, Petersilie und Schnitt-Knoblauch säen. Petersilie keimt langsam und darf während dieser Zeit nicht austrocknen.

Auch bei den Blumen sind weiterhin zweijährige Arten interessant. Anfang August können unter anderem Bartnelken, Fingerhut, Goldlack, Hornveilchen, Stockrosen und Vergissmeinnicht ausgesät werden. Sie bilden in diesem Jahr zunächst Blätter und blühen im kommenden Jahr.

Eine umfangreiche Übersicht findest du in unserem Gartenblog als eigenständige Beiträge zur Gemüse-, Kräuter- und Blumenaussaat im August.

Rasen, Wege und Bewässerung – Schäden nicht verschlimmern

Bei Trockenheit wird der Rasen weiterhin höher gemäht. Ein zu kurzer Schnitt legt den Boden frei und beschleunigt die Austrocknung. Wächst der Rasen wegen Hitze und Wassermangel kaum noch, darf der Mäher stehen bleiben. Wenn du den Rasen bewässerst, dann gründlich. Tägliches kurzes Sprengen hält die Wurzeln nahe an der Oberfläche und macht die Gräser empfindlicher gegenüber Trockenheit.

Gegen Ende August beginnt bei feuchter und nicht mehr zu heißer Witterung eine gute Zeit, um kleinere kahle Stellen auszubessern. Lockere die Erde, verteile Rasensaat und halte die Fläche bis zur Keimung feucht.

Einen ausgetrockneten oder hitzegeschädigten Rasen solltest du nicht vertikutieren. Damit würdest du ihn zusätzlich belasten. Größere Reparaturen können bis in den September warten.

Wege und Fugen werden an kühleren Tagen gepflegt. Nach Starkregen kontrollierst du, ob Erde, Kies oder Mulch auf Wege gespült wurden und ob die Abläufe frei sind.

Pflanzengesundheit – das Wetter entscheidet mit

Im August können trockene Hitze, feuchtwarme Tage und kühlere Nächte kurz hintereinander auftreten. Entsprechend unterschiedlich fallen die Probleme aus. Echter Mehltau zeigt sich häufig bei trockenem und warmem Wetter, andere Pilzkrankheiten breiten sich bei längerer Feuchtigkeit aus. Achte bei deinen Rundgängen besonders auf:

• Weißen Belag auf Zucchini, Gurken, Rosen und Wein
• Gelbe oder braune Blattflecken an Tomaten und Kartoffeln
• Fleckige Gurkenblätter mit Belag auf der Unterseite
• Spinnmilben an Kübelpflanzen, Bohnen, Gurken und Paprika
• Raupen und Eigelege an Kohlpflanzen
• Schnecken in feuchten und dicht bewachsenen Bereichen
• Faulende oder angefressene Früchte
• Sternrußtau und Rosenrost
• Lockere oder beschädigte Kulturschutznetze

Entferne stark befallene Pflanzenteile frühzeitig und halte die Bestände luftig. Gieße möglichst auf den Boden und nicht über die Pflanzen. Nicht jedes fleckige Blatt bedeutet, dass eine Pflanze sofort entsorgt werden muss. Breitet sich eine Krankheit jedoch schnell aus, ist es oft sinnvoller, die Pflanze zu entfernen und den Platz neu zu nutzen.

Teich – Sauerstoff und Wasserstand kontrollieren

Hohe Wassertemperaturen und abgestorbenes Pflanzenmaterial können im August zu Sauerstoffmangel führen. Entferne Fadenalgen, welke Blätter und abgestorbene Pflanzenteile regelmäßig, ohne den Teich vollständig auszuräumen.

Sinkt der Wasserstand durch Verdunstung, füllst du langsam und in kleinen Mengen nach. Ein harter Wasserstrahl wirbelt den Bodengrund auf und kann Tiere stören. Verschwindet innerhalb kurzer Zeit ungewöhnlich viel Wasser, kontrollierst du Bachläufe, Filter, Schläuche und den Rand der Teichfolie.

Bei Teichen mit Fischen solltest du darauf achten, ob die Tiere ungewöhnlich häufig an der Oberfläche nach Luft schnappen. Dann kann eine zusätzliche Belüftung nötig sein. Füttere bei großer Hitze sparsam, da Futterreste das Wasser zusätzlich belasten.

Gegen Ende August landen erste Blätter von Bäumen und Sträuchern im Wasser. Hole sie mit einem Kescher heraus, bevor sie auf den Grund sinken und dort verrotten.

Tiere im Garten – Wasserstellen sauber halten

Vögel, Igel, Eichhörnchen und Insekten sind auch im August auf erreichbares Wasser angewiesen. Reinige Vogeltränken und flache Wasserschalen regelmäßig und fülle frisches Wasser nach.

In Insektentränken sorgen Steine, Holzstücke oder flache Ränder für sichere Landeplätze. Samenstände von Sonnenblumen, Disteln und anderen Pflanzen dürfen teilweise stehen bleiben. Sie bieten Vögeln später Nahrung.

Auch dichte Stauden, ungemähte Bereiche, Totholz und Laubhaufen bleiben wichtige Verstecke. Kontrolliere Hecken weiterhin vor jedem Schnitt, da sich darin noch späte Bruten befinden können.

Gartenarbeiten für drinnen – Ernte verarbeiten, Samen sortieren

Im August wandert oft mehr aus dem Garten in die Küche, als direkt gegessen werden kann. Tomaten werden zu Soße, Gurken eingelegt, Bohnen eingefroren und Pflaumen zu Kuchen, Mus oder Marmelade verarbeitet. Bereite Gläser, Etiketten und Gefrierbehälter rechtzeitig vor. So bleibt die Ernte nicht tagelang in Körben liegen.

Gesammelte Samen lässt du vollständig trocknen, bevor sie in Tüten oder Behälter kommen. Beschrifte sie mit Pflanzenname, Sorte und Erntejahr. Feucht eingepackte Samen können schimmeln. Zwiebeln und Knoblauch brauchen einen trockenen und luftigen Platz zum Nachtrocknen. Kartoffeln werden dunkel gelagert. Beschädigte oder faulende Exemplare sortierst du sofort aus.

Was sonst noch zu tun ist

Einige Arbeiten laufen im August nebenher, sollten aber nicht vergessen werden:

• Kompost bei Trockenheit leicht feucht halten
• Regentonnen abdecken und mit Ausstiegshilfen sichern
• Stützen und Bindungen nach Gewittern kontrollieren
• Fallobst und überreife Früchte regelmäßig aufsammeln
• Kulturschutznetze straff und lückenlos befestigen
• Urlaubsbewässerung rechtzeitig organisieren
• Samen nur von gesunden Pflanzen sammeln
• Zwiebeln und Knoblauch trocken nachreifen lassen
• Hagel- und Sturmschäden sauber entfernen
• Erntekörbe, Messer und Schalen griffbereit halten
• Leer gewordene Kübel für die Herbstbepflanzung vorbereiten
• Abflüsse und Regenrinnen von Pflanzenresten befreien
• Das Wetter im Auge behalten und lose Gegenstände vor Unwettern sichern

August-To-do-Liste im Überblick

Was kann im August erledigt werden – hier bekommst du noch einmal alles auf einen Blick:

Ziergarten
  • Verblühtes regelmäßig entfernen
  • Ausgewählte Samenstände ausreifen lassen
  • Samen sammeln und beschriften
  • Hohe Stauden und Dahlien stützen
  • Lavendel bei Bedarf zurückschneiden
  • Herbstblühende Zwiebeln und Knollen setzen
Gehölze und Gräser
  • Nur schonende Form- und Pflegeschnitte durchführen
  • Hecken vor jedem Schnitt auf Nester prüfen
  • Blauregen zurückschneiden
  • Kletterpflanzen neu befestigen
  • Größere Rückschnitte verschieben
  • Bei Hitze auf Schnittarbeiten verzichten
Rosen und Kübel
  • Rosen ausputzen
  • Kranke Blätter entfernen
  • Überwinternde Pflanzen nicht mehr stickstoffreich düngen
  • Einjährige Sommerblumen bedarfsgerecht versorgen
  • Kübel gründlich wässern
  • Fuchsien und Geranien vermehren
  • Kübel vor Unwettern sichern
Obst und Beeren
  • Zwetschgen, Brombeeren und frühes Kernobst ernten
  • Fallobst regelmäßig entfernen
  • Tragende Äste abstützen
  • Sommerhimbeeren nach der Ernte schneiden
  • Junge Brombeerruten anbinden
  • Erdbeeren bis Mitte August pflanzen
Gemüse und Hochbeet
  • Tomaten anbinden und ausgeizen
  • Gurken, Zucchini und Bohnen laufend ernten
  • Zwiebeln und Knoblauch ernten und trocknen
  • Kürbisfrüchte vor feuchtem Boden schützen
  • Freie Reihen neu bepflanzen oder einsäen
  • Gründüngung auf leeren Beeten ausbringen
  • Hochbeete regelmäßig kontrollieren
Frühbeet und Gewächshaus
  • Morgens früh lüften
  • Bei starker Sonne schattieren
  • Tomaten und Gurken nachbinden
  • Direkt auf die Erde gießen
  • Kranken Pflanzenteile entfernen
  • Freie Flächen für Herbstkulturen nutzen
Rasen und Wege
  • Rasen bei Trockenheit höher mähen
  • Bei geringem Wachstum auf das Mähen verzichten
  • Nur gründlich bewässern
  • Kahle Stellen bei passendem Wetter nachsäen
  • Ausgetrockneten Rasen nicht vertikutieren
  • Wege und Abläufe nach Starkregen kontrollieren
Pflanzengesundheit
  • Auf Mehltau und andere Pilzkrankheiten achten
  • Blattunterseiten kontrollieren
  • Raupen und Eigelege an Kohl absammeln
  • Spinnmilben und Schnecken im Blick behalten
  • Kranke Pflanzenteile früh entfernen
  • Kulturschutznetze kontrollieren
Teich
  • Wasserstand weiterhin überprüfen
  • Fadenalgen entfernen
  • Abgestorbene Pflanzenreste herausnehmen
  • Bei Fischbesatz darauf achten, dass kein Sauerstoffmangel besteht
  • Herabgefallene Blätter abfischen
Tiere im Garten
  • Vogeltränken sauber halten
  • Wasserstellen immer auffüllen
  • Hilfen für den Ausstieg anbieten
  • Samenstände teilweise stehen lassen
  • Wilde Ecken erhalten
Schuppen und Material
  • Erntebehälter bereitlegen
  • Gläser und Gefrierbehälter vorbereiten
  • Scheren reinigen
  • Saatgut trocknen, abfüllen und beschriften
  • Bindematerial auffüllen
  • Netze und Pflanzstützen kontrollieren
Sonstiges
  • Kompost gut feucht halten
  • Regentonnen für Tiere sichern
  • Fallobst aufsammeln
  • Urlaubsbewässerung planen
  • Hagel- und Sturmschäden entfernen
  • Reifes Gemüse und Obst regelmäßig ernten
  • Auf Unwetter achten

Im August wirst du vermutlich häufiger mit Erntekorb und Gießkanne als mit dem Spaten durch den Garten laufen. Vieles lässt sich bei einem kurzen Rundgang erledigen: Tomaten pflücken, die nächste Zucchini rechtzeitig entdecken, ein paar Kübel kontrollieren und Verblühtes abschneiden. Danach kannst du dir wieder einen Platz im Schatten suchen und ausprobieren, was der Garten heute für dich bereithält.

H
Redaktion Garten

Als Kind weiß man immer ganz genau, was man später mal werden will – war bei mir nicht anders. Allerdings wurde ich dann weder Schornsteinfeger, noch Astrologe und auch kein Zahnarzt. Stattdessen landete ich als Moderator beim Radio und als Redakteur beim TV. Der Schritt ins Internet war dann nicht mehr weit – so habe ich mich 2008 als Redakteur und Texter selbstständig gemacht. Zu den flinken Fingern gesellte sich noch der Grüne Daumen – Beruf und Leidenschaft lagen nah zusammen. Ich landete schließlich bei Caipi und verbinde nun meine Erfahrungen als Texter und Hobbygärtner. Von meinem Arbeitsplatz aus sehe ich direkt in meinen Garten, was kann es Schöneres geben?

Nahaufnahme eines purpurfarbenen Purpurglöckchen-Blatts mit glitzernden Wassertropfen.
Als Nächstes lesen

Bodendecker für Halbschatten – Die schönsten Pflanzen für halbschattige Gartenbereiche

Kaum ein Garten besteht nur aus sonnigen oder schattigen Flächen. Zwischen Gehölzen, an der Ost- oder Westseite des Hauses oder entlang von Hecken wechseln sich Sonne und Schatten…

Passt zu diesem Beitrag

Weiterlesen

Hundstage 2026: Bedeutung, Wetter & Tipps für den Garten

Die Hundstage sind wieder da! Aber keine Sorge, wir haben die coolsten Fakten und Mythen für dich zusammengestellt, um die heißen Tage zu überstehen. Wusstest du, dass die Hundstage ihren Namen vom Stern Sirius haben? Wir erklären dir, warum das so ist und was die Römer und alten Ägypter damit zu tun haben. Außerdem gibt's praktische Tipps, wie du und deine Vierbeiner die Hitze gut übersteht. Also, schnapp dir ein kühles Getränk und erfahre alles über die heißesten Tage des Jahres!

Franziska Müller·· 11 Min

Erfolgreiche Aussaat im August: Das solltest du säen

Der August ist der perfekte Monat, um deinen Garten für die Herbsternte vorzubereiten! Es gibt viele Gemüsesorten, die jetzt gesät werden können und dir eine reiche Ernte im Spätherbst und Winter bescheren. Ob Spinat, Feldsalat oder Radieschen – wir zeigen dir, welche Pflanzen im August besonders gut gedeihen. Mit unseren einfachen Tipps zur Aussaat, Bodenpflege und Bewässerung wird dein Garten auch in den kühleren Monaten prächtig blühen. Also, schnapp dir deine Gießkanne und los geht's – der Herbst kann kommen!

Franziska Müller·· 8 Min

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Der Saison-Brief

Jeden Sonntag: was diese Woche im Garten dran ist.

Aussaat-Erinnerungen, ein Lieblings-Artikel und ein Tipp aus dem Garten. Kostenlos, jederzeit abbestellbar.

📬 4.200+ Gärtner★ Kein Spam