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Garten FAQ

Fische im Gartenteich – deine Fragen

Etwa jeder fünfte Haushalt mit Garten besitzt auch einen Teich. Das sind rund 1,4 Millionen Gartenteiche in Deutschland. Ein positiver Trend für die Biodiversität, denn Teiche bieten heimischen…

Fische im Teich

Etwa jeder fünfte Haushalt mit Garten besitzt auch einen Teich. Das sind rund 1,4 Millionen Gartenteiche in Deutschland. Ein positiver Trend für die Biodiversität, denn Teiche bieten heimischen Insekten und Kleintieren einen Lebensraum und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur biologischen Vielfalt. Außerdem sieht ein Teich im Garten gut aus – und wer noch einen draufsetzen möchte, holt sich ein paar Fische dazu. Das ist selbst für unerfahrene Teichbesitzer kein Hexenwerk. Trotzdem tauchen immer wieder Fragen auf, die wir dir hier beantworten möchten.

Die passenden Teichbewohner

Frage: Welche Fischarten eignen sich für meinen Gartenteich?

Gartenblog: Gerade für Einsteiger, die noch wenig Erfahrung mit der Fischhaltung haben, eignen sich robuste und pflegeleichte Arten. Dazu gehören:

  • Goldfische: Sie sind der Klassiker im Gartenteich und sehr anpassungsfähig. Sie werden nicht übermäßig groß und kommen auch mit einer nicht ganz perfekten Wasserqualität zurecht.
  • Sarasa: Die rot-weiße Goldfischvariante ist ebenfalls unkompliziert und fällt vor allem durch ihre zweifarbige Zeichnung auf.
  • Moderlieschen: Der einheimische Schwarmfisch bleibt klein und eignet sich besonders gut für flachere Teiche.
  • Bitterlinge: Auch diese Fischart bleibt recht klein, ist robust und hübsch gefärbt. Für die Fortpflanzung benötigt sie Muscheln, die Haltung ist dennoch vergleichsweise unkompliziert.

Wenn du bereits mehr Erfahrung hast, kannst du auch folgende Fischarten halten:

  • Koi: Sie sind anspruchsvoll und benötigen große Teiche, die nicht unter 10 Kubikmetern liegen sollten. Außerdem brauchen sie eine leistungsfähige Filterung und regelmäßige Pflege.
  • Stör: Er eignet sich nur für große und tiefe Teiche mit viel Sauerstoff. Je nach Art wird er sehr groß und kann eine Länge von 100 Zentimetern und mehr erreichen. Gegenüber warmem und sauerstoffarmem Wasser ist er empfindlich.
  • Rotfeder: Die einheimische Art kommt häufig in Naturteichen vor. Die Schwarmfische sind sehr lebhaft und werden bis zu 30 Zentimeter groß. Für stark bepflanzte Zierteiche sind sie weniger geeignet, da sie gerne Pflanzen fressen.
  • Rotauge: Ebenfalls ein Schwarmfisch, der etwa 20 Zentimeter groß wird. Er ist robust, anpassungsfähig und häufig gemeinsam mit Rotfedern in einem Teich zu finden.
  • Schleie: Ein kräftiger und friedlicher Bodenfisch, der bis zu 40 Zentimeter groß wird. Er ist sehr robust und liebt schlammige Böden.
  • Gründling: Der kleine Grundfisch ist lebhaft und gesellig. Er eignet sich gut für naturnahe Teiche, benötigt aber sauberes Wasser.
  • Elritze: Ein kleiner einheimischer Schwarmfisch, der nicht größer als 10 Zentimeter wird. Zur Laichzeit ist er besonders auffällig gefärbt und bevorzugt kühles, sauerstoffreiches Wasser.
  • Karausche: Sie ist eng mit dem Goldfisch verwandt und ebenfalls sehr robust. Allerdings kann sie sich stark vermehren und schnell für einen Überbesatz sorgen.

Platz im Wasser

Frage: Wie hoch ist der Wasserbedarf pro Fisch?

Gartenblog: Fische benötigen ausreichend Platz, damit sie gesund bleiben und sich gut entwickeln können. Sehen wir uns den Wasserbedarf einiger Arten etwas genauer an:

  • Goldfisch: Er wird etwa 20 bis 30 Zentimeter groß und benötigt 300 bis 500 Liter Wasser pro Fisch. Am wohlsten fühlt er sich in Gruppen von mindestens drei bis fünf Tieren.
  • Koi: Er kann bis zu 80 Zentimeter groß werden und benötigt pro Tier zwischen 3.000 und 5.000 Liter Wasser.
  • Moderlieschen: Bei einer Größe von maximal 9 Zentimetern braucht ein Fisch etwa 80 bis 120 Liter Wasser. Als Schwarmfisch sollte er mit mindestens zehn Artgenossen gehalten werden.
  • Bitterling: Er wird etwa 8 Zentimeter groß und benötigt pro Tier zwischen 120 und 150 Liter Wasser. Gehalten werden sollte er in kleinen Gruppen ab sechs Tieren.
  • Rotfeder: Der Fisch wird 20 bis 30 Zentimeter groß und benötigt rund 500 Liter Wasser.
  • Rotauge: Der lebhafte Schwarmfisch erreicht eine Größe zwischen 15 und 25 Zentimetern. Pro Fisch solltest du 300 bis 400 Liter Wasser einplanen.
  • Schleie: Bei einer Größe von 30 bis 40 Zentimetern benötigt die Schleie zwischen 800 und 1.000 Liter Wasser.
  • Karausche: Pro Fisch werden 400 bis 500 Liter Wasser benötigt. Die Karausche kann bis zu 40 Zentimeter groß werden.
  • Stör: Bei einer Größe von bis zu 100 Zentimetern braucht ein Stör zwischen 5.000 und 10.000 Liter Wasser. Er eignet sich deshalb nur für große und tiefe Teiche.

Als grobe Faustregel kannst du dich an folgenden Werten orientieren:

  • Kleine Arten bis 10 Zentimeter benötigen 80 bis 150 Liter Wasser pro Fisch.
  • Mittlere Arten zwischen 15 und 30 Zentimetern benötigen 300 bis 500 Liter Wasser pro Fisch.
  • Große Arten zwischen 30 und 40 Zentimetern benötigen 800 bis 1.000 Liter Wasser pro Fisch.
  • Sehr große Arten über 50 Zentimeter benötigen 3.000 bis 10.000 Liter Wasser pro Fisch.

Technik oder Natur?

Frage: Reicht eine Teichbepflanzung oder brauche ich Pumpe und Filter?

Gartenblog: Ein Teich, der ausschließlich mit Pflanzen besetzt ist, kann stabil funktionieren, wenn keine oder nur sehr wenige Fische darin leben. Sobald du mehr als einige kleine Arten wie Moderlieschen oder Bitterlinge hältst, kommen die Pflanzen mit der Selbstreinigung des Wassers häufig nicht mehr hinterher. In diesem Fall benötigst du eine Teichpumpe und einen Filter. Die Gründe:

  1. Fische produzieren Ausscheidungen wie Ammonium, Nitrit und Nitrat. Diese Stoffe können von Pflanzen nur begrenzt aufgenommen werden. Überschüsse verschlechtern die Wasserwerte und fördern das Algenwachstum.
  2. Pflanzen geben tagsüber Sauerstoff ab, verbrauchen nachts aber selbst welchen. Dadurch kann es besonders nachts oder bei großer Hitze zu Sauerstoffmangel kommen.
  3. Pumpen bewegen das Wasser, fördern den Sauerstoffeintrag und verhindern, dass sauerstoffarme Bereiche und Fäulnis entstehen.

Wenn der Teich grün wird

Frage: Was kann ich tun, wenn das Wasser im Sommer grün wird?

Gartenblog: Grünes Wasser entsteht fast immer durch Schwebealgen, die sich explosionsartig vermehren. Der Grund ist meist eine Kombination aus Sonne, Wärme und einem hohen Nährstoffangebot.

Als Sofortmaßnahmen kannst du die Fütterung reduzieren, bis zu 20 Prozent des Wassers austauschen, Fadenalgen mit der Hand abfischen und Laub sowie abgestorbene Pflanzenteile entfernen. Zusätzlich kannst du für mehr Schatten sorgen, beispielsweise durch Schwimmpflanzen oder ein Sonnensegel.

Eine längerfristige Lösung bieten Unterwasserpflanzen wie Hornkraut oder Wasserpest. Sie nehmen Nährstoffe aus dem Wasser auf und machen den Algen damit Konkurrenz. Auch ein ausreichend dimensionierter Filter mit UV-Klärer kann Schwebealgen reduzieren.

Für die Bepflanzung im Teich solltest du möglichst keine normale Erde verwenden. Besser geeignet sind Kies oder Steine, da sie deutlich weniger Nährstoffe an das Wasser abgeben.

Achte außerdem darauf, dass der Fischbesatz nicht zu groß wird. Schon bei der Planung solltest du den Teich nicht zu klein anlegen, denn gerade Miniteiche können bei Hitze besonders schnell kippen.

Sicher durch den Winter

Frage: Wie verhindere ich, dass der Teich im Winter komplett zufriert?

Gartenblog: Ein Gartenteich mit Fischen sollte im Winter nicht vollständig zufrieren. Hat der Teich eine Tiefe von mindestens 80 Zentimetern, friert er in der Regel nicht bis zum Grund durch. In der Tiefe bleibt das Wasser bei ungefähr 4 Grad, sodass sich die Fische dorthin zurückziehen und überwintern können.

Neben der Gefahr, dass Fische in einem zu flachen Teich erfrieren, ist der Gasaustausch besonders wichtig. Ist die Wasseroberfläche komplett verschlossen, können Faulgase nicht entweichen. Gleichzeitig gelangt kein neuer Sauerstoff ins Wasser. Damit der Teich nicht vollständig zufriert, kannst du Folgendes tun:

  • Schwimmende Styropor- oder Kunststoffringe mit Belüftungsöffnung verhindern eine geschlossene Eisdecke.
  • Teichbelüfter oder Luftpumpen mit Ausströmerstein können im Uferbereich positioniert werden.
  • Elektrische Heizringe halten einen kleinen Bereich der Wasseroberfläche eisfrei.

Gut im Gartenteich überwintern können unter anderem Goldfische, Karauschen, Schleien, Rotfedern, Rotaugen, Moderlieschen, Bitterlinge und Koi. Exotische Zierfische, Zwergbuntbarsche und bestimmte Kreuzungen aus dem Aquariumhandel solltest du dagegen rechtzeitig ins Haus holen.

Friedliche Nachbarschaft

Frage: Kann ich alle Fische zusammen halten?

Gartenblog: Wie bei anderen Tieren vertragen sich auch bei den Fischen nicht alle Arten miteinander.

Gut gemeinsam gehalten werden können Goldfische und ihre Varianten, Moderlieschen, Bitterlinge, Schleien und Karauschen. Mit Einschränkungen können auch folgende Arten zusammenleben:

  • Rotaugen und Rotfedern: Sie sind futterneidisch und fressen auch Fischlaich.
  • Koi: Sie können gemeinsam mit Goldfischen und Schleien gehalten werden, benötigen aber sehr viel Platz.
  • Störe: Sie stellen besonders hohe Ansprüche an Sauerstoffgehalt, Teichgröße und Tiefe.

Für normale Zierteiche weniger geeignet sind Raubfische wie Hecht, Barsch oder Wels. Auch exotische Zierfische wie Guppys, Mollys und Platys gehören nicht dauerhaft in einen Gartenteich. Graskarpfen sind ebenfalls ungeeignet, da sie sehr groß werden und die Teichpflanzen stark beschädigen können.

Warnzeichen erkennen

Frage: Woran erkenne ich, dass meine Fische krank sind?

Gartenblog: Ob deine Fische krank sind, erkennst du häufig an ihrem Verhalten oder an äußerlichen Veränderungen. Die wichtigsten Anzeichen sind:

  • Apathie: Die Fische schwimmen träge und teilnahmslos oder verstecken sich.
  • Nahrungsverweigerung: Die Tiere fressen nicht mehr.
  • Unruhiges Schwimmen: Es kommt zu Zuckungen, Schaukeln oder taumelnden Bewegungen.
  • Schnappatmung: Die Fische halten sich häufig an der Wasseroberfläche auf und schnappen nach Luft.
  • Weißlicher Belag oder weiße Punkte: Möglicher Hinweis auf die Weißpünktchenkrankheit.
  • Flaumige oder watteartige Stellen: Möglicher Pilzbefall.
  • Rötungen, offene Stellen oder Geschwüre: Mögliche Bakterieninfektion oder Verletzung.
  • Schleimige Haut: hinzu kann auch eine auffällig starke Schleimproduktion kommen.
  • Aufgeblähter Bauch und abstehende Schuppen: Möglicher Hinweis auf Bauchwassersucht.

Zu den häufigsten Fischkrankheiten gehören die Weißpünktchenkrankheit, Fischpilz, Kiemenwürmer, Bauchwassersucht, Flossenfäule, Costia, Karpfenlaus und Fischblutegel.

Bei verdächtigen Veränderungen solltest du möglichst schnell Rat bei einem auf Fische spezialisierten Tierarzt oder einem erfahrenen Fischhalter suchen.

Schutz vor Fischräubern

Frage: Wie schütze ich meine Fische vor Reihern und Katzen?

Gartenblog: Um einen Fischteich vor Graureihern zu schützen, kannst du ein Schutznetz oder ein Gitter über dem Teich anbringen. Schaffe außerdem ausreichend Versteckmöglichkeiten für die Fische.

Bewegliche Abschreckungen wie Wassersprenger mit Bewegungsmelder oder flatternde Bänder können ebenfalls helfen. Ein ausreichend tiefer Teich bietet zusätzlichen Schutz, da Reiher vor allem in flachen Uferbereichen nach Nahrung suchen.

Gegen Katzen hilft eine Teichumrandung ohne breite und flache Bereiche, von denen aus sie bequem ins Wasser greifen können. Pflanzeninseln und Unterstände bieten den Fischen zusätzliche Verstecke. Auch hier können ein Netz, ein Gitter oder ein Wassersprenger mit Bewegungsmelder sinnvoll sein. Zusätzlich werden Ultraschallgeräte zur Katzenabwehr angeboten.

Sauerstoff aus Pflanzen

Frage: Welche Wasserpflanzen erhöhen den Sauerstoffgehalt?

Gartenblog: Wasserpflanzen sind nicht nur Dekoration, sondern wichtige Helfer im Ökosystem des Teiches. Folgende Pflanzen eignen sich besonders gut für Fischteiche:

  • Hornkraut: Es wächst frei schwimmend oder locker am Boden.
  • Wasserpest: Die stark wachsende Pflanze bindet viele Nährstoffe.
  • Laichkraut: Es wächst unter Wasser und bietet Fischen einen geeigneten Laichplatz.
  • Tausendblatt: Die feingliedrige Pflanze liefert Sauerstoff und schafft Rückzugsorte.
  • Wasserhahnenfuß: Er produziert Sauerstoff und kann das Algenwachstum begrenzen.
  • Seekanne: Sie trägt zur Sauerstoffversorgung bei und spendet zusätzlichen Schatten.
  • Seerosen: Sie produzieren zwar weniger Sauerstoff, beschatten den Teich mit ihren großen Blättern aber besonders gut.

Wasserwerte im Blick

Frage: Welche Wasserwerte sind für Teichfische wichtig?

Gartenblog: Wenn du Fische im Gartenteich hältst, solltest du einige Wasserwerte regelmäßig kontrollieren:

Parameter Idealwert Hinweis
Sauerstoff 6 bis 10 mg/l Unter 4 mg/l wird es kritisch. Besonders im Sommer und Winter kontrollieren.
pH-Wert 7,0 bis 8,0 Werte außerhalb dieses Bereichs können die Fische belasten. Größere Schwankungen vermeiden.
Ammonium Unter 0,1 mg/l Bei einem hohen pH-Wert kann daraus giftiges Ammoniak entstehen.
Ammoniak 0 mg/l Werte über 0,02 mg/l sind giftig.
Nitrit 0 mg/l Werte über 0,1 mg/l sind giftig und für Fische sehr gefährlich.
Nitrat Bis 25 mg/l Über 50 mg/l wird die Algenbildung gefördert.
Karbonathärte 6 bis 10 °dH Unter 4 °dH kann der pH-Wert instabil werden.
Gesamthärte 8 bis 15 °dH Unter 5 °dH ist das Wasser zu weich, über 20 °dH sehr hart.

Großputz im Teich

Frage: Wann sollte ich den Teich komplett reinigen?

Gartenblog: Naturnahe und größere Teiche entwickeln mit der Zeit ein stabiles Ökosystem und benötigen normalerweise keine komplette Reinigung. Bei Zierteichen mit Fischbesatz reicht meist eine Teilreinigung aus. Eine vollständige Grundreinigung ist nur alle paar Jahre nötig.

Sehr kleine und stark verschmutzte Teiche müssen unter Umständen komplett gereinigt werden, wenn sich zu viel Schlamm, Laub und organisches Material angesammelt haben. Eine Komplettreinigung ist also nur dann sinnvoll, wenn der Teich dauerhaft zu kippen droht.

Muss der Teich vollständig gereinigt werden, ist das zeitige Frühjahr ein geeigneter Zeitpunkt. Die Fische sind dann noch wenig aktiv und die Pflanzen haben noch nicht vollständig ausgetrieben. So gehst du vor:

  1. Setze die Fische in große Wannen mit Teichwasser um. Vergiss dabei die Belüftung nicht.
  2. Nimm die Pflanzen heraus und lege sie in feuchte Tücher oder geeignete Kübel.
  3. Lass das Wasser ab.
  4. Entferne den Schlamm.
  5. Säubere die Teichwände ausschließlich mit Wasser und Bürsten. Verwende keine Chemikalien.
  6. Befülle den Teich neu, möglichst mit Leitungswasser, da Regenwasser häufig sehr weich ist.
  7. Setze die Pflanzen wieder ein.
  8. Gib die Fische zuletzt zurück in den Teich. Warte damit ein bis zwei Tage, bis sich die Wassertemperatur stabilisiert hat und das Wasser gut durchmischt ist.

Wenn es zu viele werden

Frage: Wie verhindere ich eine Überpopulation?

Gartenblog: Zu viele Fische im Teich nehmen sich nicht nur gegenseitig den Platz weg. Sie verschlechtern auch die Wasserwerte, fördern das Algenwachstum und erhöhen das Risiko für Krankheiten und Fischsterben.

Goldfische und Karauschen vermehren sich besonders stark und können jedes Jahr für reichlich Nachwuchs sorgen. Im Teich finden sie geschützte Laichplätze und haben kaum natürliche Fressfeinde. Damit es nicht zu einer Überpopulation kommt, kannst du folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Fischbesatz begrenzen: Weniger eingesetzte Fische bedeuten in der Regel auch weniger Nachwuchs. Setze lieber wenige Tiere ein, statt den Teich von Anfang an zu überfüllen.
  • Geeignete Arten wählen: Fische wie Bitterlinge oder Moderlieschen vermehren sich häufig weniger stark. Koi legen zwar Eier, die erfolgreiche Aufzucht im normalen Gartenteich ist jedoch schwieriger.
  • Laich kontrollieren: Entnimm Laich aus dem Teich, wenn zu viel Nachwuchs zu erwarten ist.
  • Natürliche Regulierung: Rotfedern und Rotaugen fressen Fischlaich und Jungtiere. Das funktioniert allerdings nur in ausreichend großen Teichen und ist für kleine Zierteiche ungeeignet.
  • Fische gezielt abgeben: Überschüssige Fische kannst du an Freunde, Vereine oder den Fachhandel abgeben. Setze sie niemals in Flüsse, Seen oder andere natürliche Gewässer aus. Das ist verboten und kann große ökologische Schäden verursachen.
  • Fütterung kontrollieren: Weniger zusätzliches Futter bedeutet weniger Energie für eine massenhafte Vermehrung.

Füttern mit Maß

Frage: Wie oft muss ich meine Fische füttern?

Gartenblog: Ein gesunder und bepflanzter Gartenteich bietet bereits zahlreiche natürliche Nahrungsquellen. Dazu gehören Algen, Insekten, Larven und andere Kleintiere. Deshalb gilt bei der Fütterung: lieber etwas weniger als zu viel. Wie viel Futter nötig ist, hängt von der Größe des Teiches, der Fischart und dem Besatz ab.

Ab einer Wassertemperatur von etwa 10 bis 12 Grad kannst du im Frühjahr langsam mit der Fütterung beginnen und einmal täglich eine kleine Portion anbieten. Im Sommer kannst du ein- bis zweimal täglich kleine Mengen füttern. Gib immer nur so viel, wie die Fische innerhalb von höchstens fünf Minuten fressen. Übrig gebliebenes Futter sinkt auf den Boden, belastet das Wasser und fördert das Algenwachstum.

Steigen die Wassertemperaturen über 28 Grad, solltest du noch weniger füttern. In warmem Wasser sinkt der Sauerstoffgehalt und die Fische werden zusätzlich belastet. Im Herbst reduzierst du die Futtermenge, sobald die Wassertemperatur unter 15 Grad fällt. Im Winter wird nicht mehr gefüttert.

Als Futter eignen sich Teichfischfutter in Form von Flocken, Granulat oder Teichsticks. Je nach Fischart sind auch Lebendfutter wie Mückenlarven und Daphnien sowie Gemüse wie geschälte Erbsen, Gurkenscheiben oder blanchierter Spinat möglich.

H
Redaktion Garten

Als Kind weiß man immer ganz genau, was man später mal werden will – war bei mir nicht anders. Allerdings wurde ich dann weder Schornsteinfeger, noch Astrologe und auch kein Zahnarzt. Stattdessen landete ich als Moderator beim Radio und als Redakteur beim TV. Der Schritt ins Internet war dann nicht mehr weit – so habe ich mich 2008 als Redakteur und Texter selbstständig gemacht. Zu den flinken Fingern gesellte sich noch der Grüne Daumen – Beruf und Leidenschaft lagen nah zusammen. Ich landete schließlich bei Caipi und verbinde nun meine Erfahrungen als Texter und Hobbygärtner. Von meinem Arbeitsplatz aus sehe ich direkt in meinen Garten, was kann es Schöneres geben?

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