Mit Abstand und zwar mit deutlichem Abstand ist die Tomate das beliebteste Gemüse der Deutschen. Wir essen im Schnitt pro Kopf jährlich 27 Kilogramm Tomaten. Mit 10 Kilogramm folgen mit weitem Abstand Karotten auf Platz 2. Nun kann wieder darum gestritten werden, ob die Tomate eher zum Gemüse oder zum Obst gehört. Botanisch richtig wäre Obst, denn aufgrund ihrer Eigenschaften (Struktur, Aufbau, Funktion) sind es eigentlich Beerenfrüchte. Aber auf die Goldwaage wollen wir das jetzt nicht legen. Stattdessen sehen wir uns lieber einige Fehler an, die beim Tomatenanbau im Garten und im Gewächshaus passieren können und zeigen dir, wie du sie vermeiden kannst.
Anfängerfehler vermeiden
Frage: Welche Fehler passieren gerade Anfängern beim Tomatenanbau
Gartenblog: Tomaten gelten zwar als dankbare Pflanzen, aber ganz so unkompliziert sind sie dann doch nicht. Gerade Anfängern können zu Beginn mehrere kleine Fehler auf einmal unterlaufen. Die Folge kann durchaus gravierend sein, denn nicht selten gehen Tomaten dann ein und du fängst wieder von vorne an. Damit dir die typischen Anfängerfehler nicht passieren, hier eine kleine Übersicht:
| Fehler | Ursache | Lösung |
| Zu früher Start ins Freie | Kalte Nächte bremsen das Wachstum, junge Pflanzen können erfrieren | Erst nach den letzten kalten Nächten (Eisheilige: Mitte Mai) dauerhaft nach draußen setzen |
| Falscher Standort | Zu wenig Sonne und zu wenig Wärme verursachen einen schwachen Wuchs und wenig Ertrag | Einen warmen, hellen und möglichst regengeschützten Standort wählen |
| Zu enger Pflanzabstand | Die Blätter trocknen schlecht ab, Krankheiten haben somit leichtes Spiel | Genug Abstand lassen, damit Luft zwischen den Pflanzen zirkulieren kann |
| Unregelmäßiges Gießen | Stress durch Trockenheit und anschließende Wasserschübe führten zu Problemen bei der Fruchtbildung und der Qualität | Gleichmäßig gießen und starke Schwankungen vermeiden |
| Blätter mitgießen | Nasses Laub fördert Pilzbefall | Möglichst direkt im Wurzelbereich gießen |
| Zu viel Dünger | Die Pflanze bildet viele Blätter aber weniger Blüten und in der Folge Früchte | Maßvoll düngen und nicht übertreiben |
| Zu wenige Nährstoffe | Schwacher Wuchs, kleine Früchte und schnelle Erschöpfung der Pflanze | Im richtigen Rhythmus nachdüngen, besonders bei Kübelpflanzen |
| Tomaten nicht abstützen | Triebe knicken leichter, Früchte liegen ungünstig und die Pflanze wächst unordentlich | Früh eine stabile Stütze anbringen |
| Zu kleiner Kübel | Die Wurzeln haben kaum Platz, die Erde trocknet schnell aus und Nährstoffe fehlen | Große Gefäße mit ausreichend Erdvolumen verwenden |
| Schlechte Erde verwenden | Verdichtetes oder nährstoffarmes Substrat bremst die Entwicklung | Lockere, humose und nährstoffreiche Erde nutzen |
Gesunde Pflanzen, kaum Früchte
Frage: Was mache ich falsch, wenn meine Pflanzen gut wachsen, aber kaum Früchte tragen?
Gartenblog: Die häufigste Ursache ist hier zu viel Stickstoff. Ist dies der Fall, produziert die Pflanze zwar viel Grün, der Fruchtansatz bleibt aber zurück. Auf den ersten Blick sieht das nach einem gesunden Wachstum aus, führt später aber zu Enttäuschungen.
Ein weiterer Punkt ist der Standort. Tomaten brauchen viel Sonne, damit sie genügend Energie in die Blüten und die Früchte stecken können. Stehen sie zu schattig oder bekommen nur ein paar Stunden Licht am Tag, wachsen sie zwar trotzdem, tragen aber deutlich schlechter. Ebenfalls ungünstig sind kalte Nächte oder starke Hitze während der Blüte.
Daneben sind weitere Pflegefehler ursächlich für die Bildung von wenigen Früchten. Dazu zählt das Ausgeizen, das gar nicht oder falsch durchgeführt wird, das ungleichmäßige Gießen, was die Pflanze unter Stress setzt und eine zu geringe Luftbewegung, was vor allem an geschützten Standorten und im Gewächshaus zu beobachten ist.
Auspflanzen: Tomaten gehen ein
Frage: Warum gehen meine Tomaten nach dem Auspflanzen plötzlich ein?
Gartenblog: Man muss sich das so vorstellen: Die Pflanzen werden drinnen im Warmen vorgezogen. Dort stehen sie geschützt und können gut wachsen. Dann geht es nach draußen und plötzlich ist alles anders: Direkte Sonne, Wind und kühle Nächte – etwas, was die Pflanzen nicht kennen und dadurch in eine Stresssituation geraten. Wurden sie vorher nicht schrittweise an die neue Umgebung gewöhnt, reagieren sie unter anderem mit hängenden Blättern, Wachstumsstopp oder verbrannten Blattpartien. Auch das Pflanzen zur falschen Zeit verschärft das Ganze: Tomaten sind wärmeliebend, Temperaturen unter 10 Grad bremsen sie deutlich, sehr kalte Nächte können sogar zum Absterben führen.
Ein zweiter Klassiker ist der Umgang mit dem Wurzelballen. Wird er beim Pflanzen stark auseinandergerissen, war vorher schon völlig durchwurzelt und trocknet beim Einsetzen aus, kommt die Tomate nur schwer in Gang. Dazu passen auch Gießfehler: komplett ausgetrockneter Wurzelballen auf der einen Seite, patschnasse Erde auf der anderen. Sollte deine Pflanze nach dem Pflanzen oder Umsetzen anfangs schlapp wirken, ist das noch lange kein Zeichen, dass du etwas falsch gemacht hast. Sofern sie sich in den nächsten ein, zwei Tagen wieder erholt, ist alles gut.
Tomaten richtig gießen
Frage: Woran erkenne ich, dass ich meine Tomaten falsch gieße?
Gartenblog: Falsches Gießen zeigt sich bei Tomaten selten nur an einem einzigen Symptom. Typisch sind
- eingerollte Blätter
- stockendes Wachstum
- schlechte Fruchtqualität
- aufplatzende Früchte
- Blütenendfäule
Diese Probleme sind aber nicht nur mit zu wenig oder zu viel Wasser zu erklären, sondern vor allem ein ständiges Hin und Her zwischen trocken und nass. Besonders während der Blüte, dem Fruchtansatz und der Fruchtentwicklung reagieren Tomaten darauf sehr empfindlich.
Tomaten bekommen Risse und platzen auf
Frage: Was mache ich falsch, wenn meine Tomaten aufplatzen?
Gartenblog: Das gute: Aufgeplatzte Tomatensind kein Zeichen für eine Krankheit, sondern für einen Pflegefehler. Die Früchte bekommen dann Risse, wenn bei der Wasserversorgung starke Schwankungen auftreten. Der klassische Ablauf: Die Erde war eine Zeit lang eher trocken, danach bekommen die Pflanzen sehr viel Wasser durch Starkregen oder kräftiges Gießen. Dann nimmt die Frucht schnell Wasser auf, wächst ruckartig weiter und die Schale hält nicht mehr stand. Auch Hitze, starke Temperaturunterschiede und sehr schnelles Wachstum können das Problem verstärken.
Typische Fehler dahinter sind:
- Unregelmäßiges Gießen
- Regenphasen nach trockenen Tagen unterschätzen
- Sehr stickstoffbetont oder insgesamt zu üppig düngen, sodass die Früchte zu schnell wachsen
- Gefährdete Sorten anbauen, vor allem große, fleischige Tomaten
Neben dem gleichmäßigen Gießen kann Mulch helfen, die Feuchtigkeit besser im Boden zu halten. Außerdem solltest du reife Früchte zügig ernten.
Blütenendfäule vermeiden
Frage: Warum bekommen meine Tomaten am unteren Ende schwarze Flecken?
Gartenblog: Treten bei deinen Früchten solche Flecken auf, handelt es sich in der Regel um Blütenendfäule. Die Krankheit ist nicht ansteckend, sondern eine Störung in der Versorgung der Frucht. Dahinter steckt ein Calciummangel im wachsenden Fruchtgewebe, der nicht gleichmäßig in die Früchte weitertransportiert wird. Der Grund: Stress. Typische Fehler sind daher:
- Unregelmäßige Gießgaben
- Zu flach gießen, also den Wurzelbereich nicht ausreichend versorgen
- Mit zu viel Stickstoff düngen, wodurch die Pflanze zu schnell wächst
- Wurzeln verletzen, zum Beispiel beim Hacken oder beim Umpflanzen
- Hitze und starkes Wachstum unterschätzen, weil beides das Problem zusätzlich verschärfen kann.
Findest du solch befallene Früchte an einer Pflanze, dann entferne die Tomaten frühzeitig und entsorge sie. Die Pflanze kann dann die Kraft in gesunde Früchte stecken, die Pflanze selbst musst du also nicht entfernen.
Braunfäule verhindern
Frage: Welche Fehler begünstigen Braunfäule bei Tomaten?
Gartenblog: Wenn Tomaten lange Zeit feucht stehen, schlecht abtrocknen können und eine kühle bis milde, nasse Witterung herrscht, kann Braunfäule zum Problem werden. Die Krankheit zeigt sich zu Beginn durch grünlichbraune bis dunkelbraune Flecken auf Blättern, die schnell größer werden. Bei feuchtem Wetter kann sich an der Blattunterseite ein heller, weißlicher Belag zeigen. Später werden auch Stängel dunkel und die Früchte bekommen feste, braune Faulstellen. Da sich Braunfäule sehr schnell ausbreitet, solltest du befallene Pflanzen entsorgen.
Dabei sind es vor allem typische Anbaufehler, die diese Bedingungen schaffen:
- Von oben oder spät am Tag gießen, sodass die Blätter lange nass bleiben.
- Tomaten zu eng setzen, so kann kaum Luft zwischen den Pflanzen zirkulieren.
- Die Pflanzen nicht anbinden oder stützen, wodurch Laub und Früchte schlechter trocknen können.
- Tomaten ohne Regenschutz anbauen – ein Dach oder Unterstand hält die Blätter trocken.
- Befallene Blätter und heruntergefallenes Pflanzenmaterial liegen lassen.
- Kartoffeln in unmittelbarer Nähe anbauen oder befallene Kartoffelpflanzen übersehen.
Achtung: Ein Braunfäule-Befall ist nicht automatisch ein Pflegefehler. Wenn das Wetter längere Zeit kühl und nass ist, steigt das Risiko selbst bei guter Kulturführung deutlich.
Tomaten richtig ausgeizen

Frage: Was kann passieren, wenn ich Tomaten nicht oder falsch ausgeize?
Gartenblog: Beim Ausgeizen ist der häufigste Fehler, alle Tomaten gleich zu behandeln. Vor allem Stabtomaten und Buschtomaten reagieren unterschiedlich. Die wichtigsten Fehler beim Ausgeizen haben wir für dich zusammengefasst:
| Fehler | Folge | Lösung |
| Stabtomaten gar nicht ausgeizen | Die Pflanze wird schnell zu dicht, trocknet schlechter ab und steckt viel Kraft in Nebentriebe statt in Früchte | Kleine Geiztriebe regelmäßig per Hand ausbrechen |
| Buschtomaten stark ausgeizen | Blüten- und Fruchttriebe gehen verloren, der Ertrag kann sinken | Buschtomaten höchstens sehr zurückhaltend ausgeizen, oft ist das auch gar nicht nötig. |
| Dicke Triebe zu spät entfernen | Es entstehen größere Wunden, die Pflanze verliert unnötig Kraft | Lieber früh eingreifen, solange die Triebe noch weich sind |
| Zu viele Haupttriebe stehen lassen | Die Tomate wächst unübersichtlich und verteilt ihre Energie auf zu viele Triebe | Den Wuchs rechtzeitig lenken und begrenzen |
| Bei nassem Laub ausgeizen | Krankheiten können leichter an den Verletzungen angreifen oder verschleppt werden | Nur bei trockenem Wetter an die Pflanzen gehen |
Einfache Regel: Stabtomaten regelmäßig, aber maßvoll, Buschtomaten nur wenig bis gar nicht ausgeizen.
Den passenden Abstand wählen
Frage: Kann ein zu enger Pflanzabstand meinen Tomaten schaden?
Gartenblog: Ja, auf jeden Fall. Stehen Tomaten zu dicht, bekommen die Pflanzen weniger Licht und deutlich weniger Luft. Dadurch trocknet das Laub schlechter ab, die Pflanzen beschatten sich gegenseitig und Krankheiten haben leichteres Spiel. Dichte Bestände fördern die Entstehung und Ausbreitung von Krankheiten, weil die Luftzirkulation, Licht und Abstand fehlen. Ein Richtwert für den passenden Abstand, liegt etwa bei 50 bis 60 Zentimetern zwischen den Pflanzen und bei 100 bis 120 Zentimetern zwischen den Reihen.
Tomaten richtig düngen
Frage: Welche Düngefehler führen bei Tomaten zu Problemen?
Gartenblog: Tomaten brauchen Nährstoffe, aber zu viele davon oder die falschen schaden der Pflanze. Besonders häufig machen also Überdüngungen, zu viel Stickstoff oder gut gemeinte Schnellschüsse Probleme.
| Fehler | Folge | Hinweis |
| Zu stickstoffreich düngen | Viele Blätter, wenig Blüten und Früchte | Stickstoff nicht übertreiben, sonst baut die Pflanze vor allem Grünmasse auf |
| Zu viel auf einmal düngen | Weiches Wachstum, geringerer Ertrag, Wurzelschäden | Auch organischer Dünger kann überdosiert werden |
| Blütenendfäule nur mit Calcium bekämpfen | Das eigentliche Problem bleibt | Häufig steckt nicht blanker Calciummangel dahinter, sondern eine ungleichmäßige Versorgung der Frucht |
| Zusätzlich zu Kompost oder Mist noch kräftig nachdüngen | Schnelle Überversorgung | Je nach organischer Gabe ist oft wenig zusätzlicher Dünger nötig |
| Im Kübel gar nicht nachdüngen | Die Pflanzen bauen ab, weil Nährstoffe fehlen bzw. ausgespült werden | Im Topf machen regelmäßige und maßvolle Düngergaben mehr Sinn, als selten und zu viel |
| Magnesiumsulfat auf Verdacht geben | Bringt meist nichts und lenkt vom eigentlichen Problem ab | Magnesium nur geben, wenn wirklich ein Mangel vorliegt |
Tomaten und das richtige Gießverhalten
Frage: Warum lassen meine Tomatenpflanzen die Blätter hängen, obwohl ich regelmäßig gieße?
Gartenblog: Man könnte annehmen, dass die Pflanzen womöglich durstiger sind, als es scheint – dem ist aber nicht immer so. Es kann mehrere Ursachen haben, dass deine Tomaten trotz ausreichend Wasser nicht richtig wachsen wollen.
- Die Erde ist dauerhaft nass, der Topf schwer, die Pflanze hängt trotzdem: Dann ist eher zu viel Wasser oder eine schlechte Drainage das Problem. Die Wurzeln bekommen zu wenig Sauerstoff und können geschädigt werden.
- Die Pflanze wirkt vor allem mittags schlapp, abends aber wieder deutlich straffer: Das spricht für Hitze- oder Verdunstungsstress. Pflanzen können bei Wärme zeitweise welken, obwohl noch Wasser vorhanden ist.
- Nur einzelne Triebe oder eine Pflanzenseite welken: Dann steckt vermutlich eine Welkekrankheit dahinter. Verticillium kann einseitiges Welken verursachen, Fusarium zeigt gelb bis braun werdenden Blätter und Welke mit etwas Erholung in der Nacht.
- Die unteren Blätter vergilben zusätzlich oder werden braun: Das passt zu Wurzelstress oder Fusarium-Welke. Bei Fusarium ist außerdem das Leitgewebe im Stängel innen bräunlich gefärbt.
- Die Pflanze wurde erst vor Kurzem gesetzt, umgetopft oder im Boden bearbeitet: Dann können auch verletzte Wurzeln dahinterstecken. Die Blätter hängen dann, obwohl du gegossen hast, weil die Wurzeln gerade nicht richtig liefern können.
Tomaten im Kübel
Frage: Welche Fehler passieren besonders häufig beim Anbau im Kübel?
Gartenblog: Fehler, die du im Beet leichter ausgleichen kannst, sind im Kübel oftmals das Problem. Das betrifft vor allem die Topfgröße, das Gießwasser, die Drainage, das Substrat und den Dünger. Im Topf ist nur wenig Erde vorhanden, daher können Kübeltomaten schneller und empfindlicher auf Missstände reagieren.
- Der Kübel ist zu klein: Große Tomaten brauchen deutlich mehr Wurzelraum als viele denken. Für kräftige Sorten solltest du zwischen 30 und 40 Liter Substrat einplanen und einen Topf wählen, der mindestens 30 Zentimeter Durchmesser hat.
- Die Drainage fehlt: Dann bleiben die Wurzeln dauerhaft nass und bekommen zu wenig Luft. Empfohlen wird, einen Topf mit großem Abzugsloch zu verwenden und über das Loch ein paar Steine zu legen. Außerdem ein luftiges Substrat und bei Bedarf Topffüße oder Abstandshalter, damit der Topf nicht im Wasser steht.
- Du verwendest normale Gartenerde: Die ist im Kübel zu schwer und zu dicht. Besser ist ein lockeres, luftiges Pflanzensubstrat, das Wasser hält, aber trotzdem gut durchlüftet bleibt.
- Der Gießrhythmus passt nicht zum Wetter: Kübeltomaten trocknen schneller aus als Beetpflanzen. An heißen Tagen kann daher mehrmaliges Gießen nötig sein.
- Du düngst falsch: Im Kübel werden Nährstoffe durch häufiges Gießen schneller ausgewaschen. Gar nicht nachdüngen ist deshalb genauso ungünstig wie zu viel auf einmal.
- Der Standort ist falsch: Dunkle Töpfe heizen sich in praller Sonne stärker auf und das kann die Wurzeln belasten. Gleichzeitig brauchen Tomaten im Kübel aber trotzdem einen sonnigen, geschützten Platz.
Grüne Tomaten
Frage: Warum bleiben meine Tomaten lange grün und reifen nur schlecht?
Gartenblog: Die Ursachen liegen in den Bedingungen beim Reifeprozess. Zu wenig Sonne, zu dichter Stand, zu viel Stickstoff, anhaltende Hitze, schwankende Wasser- und Nährstoffversorgung und zu wenig Zeit bis zum Saisonende sind die häufigsten Ursachen.
Stehen die Pflanzen zu schattig oder zu eng, fehlt den Früchten die nötige Reifeleistung. Bei zu viel Stickstoff wird die Kraft in Blätter und Triebe und nicht in die Fruchtreife gesteckt. Bei zu großer Sommerhitze kann die Ausfärbung ebenfalls stocken, obwohl die Früchte eigentlich schon fast fertig entwickelt sind.
Auch der Zeitpunkt wir oft unterschätzt. Späte Fruchtansätze schaffen es draußen nicht immer vollständig auszureifen. Dann kannst du die Früchte abnehmen und bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Wärme ist dafür wichtig, Licht übrigens nicht.
Tomatenkrankheiten
Frage: Welche Krankheiten gibt es bei Tomaten und wie vermeide ich sie?
Gartenblog: Wenn Bei Tomaten treten im Hausgarten vor allem Blattfleckenkrankheiten, Welke-Krankheiten, Bakterienkrankheiten, Viruskrankheiten und unter Glas zusätzlich Blattschimmel auf.
| Krankheit | Anzeichen | Vorbeugung und Bekämpfung |
| Braunfäule | Braune Flecken auf Blättern, dunkle Stellen an Stängeln, feste braune Faulstellen an Früchten | Blätter möglichst trocken halten, luftig pflanzen, nur bodennah gießen und gut anbinden.
Befallene Blätter sofort entfernen. Ist die Pflanze stark befallen, komplett herausnehmen und entsorgen, nicht auf dem Beet liegen lassen. |
| Dürrflecken | Braune Flecken mit gelbem Hof und Ringmuster, zuerst unten an der Pflanze | Ausreichend Abstand lassen, mulchen, nur im Wurzelbereich gießen.
Befallene Blätter früh entfernen, Pflanzenreste nach der Saison gründlich beseitigen und Fruchtwechsel einhalten. |
| Septoria | Viele kleine graue bis braune Flecken mit dunklem Rand, später vergilben die Blätter | Laub trocken halten, Tomaten stützen, mulchen und nicht zu dicht setzen.
Befallene Blätter früh abnehmen und Pflanzenreste entsorgen. Auch hier hilft Fruchtwechsel. |
| Fusarium-Welke | Vergilbende untere Blätter, Welke trotz feuchtem Boden, innen bräunliches Leitgewebe | Vor allem resistente Sorten wählen und Tomaten nicht ständig am selben Platz anbauen.
Befallene Pflanzen zügig entfernen und entsorgen, weil sie sich nicht gesundpflegen lassen. Kübel mit sauberem Substrat können an problematischen Standorten sinnvoll sein. |
| Bakterienflecken | Kleine dunkle Flecken auf Blättern und Früchten, Vergilbung, Blattfall | Gesundes Saatgut oder gesunde Jungpflanzen verwenden, nicht über das Laub gießen, nicht an nassen Pflanzen arbeiten und mulchen.
Befallene Pflanzenteile entfernen, Pflanzenreste entsorgen und den Bestand sauber halten. |
| Blattschimmel | Gelbe Flecken oben auf dem Blatt, graubrauner Belag unten, vor allem im Gewächshaus | Gut lüften, Luftfeuchtigkeit senken, Blätter beim Gießen nicht nass machen und den Bestand auslichten.
Befallene Blätter sofort entfernen, damit sich der Pilz nicht weiter ausbreitet. |
| Viruskrankheiten | Mosaikmuster, verkrüppelte Blätter, Kümmerwuchs, ungleichmäßig reifende Früchte | Vorbeugen durch saubere Hände und Werkzeuge, gesundes Pflanzmaterial und das Entfernen von Überträgern wie starkem Blattlausbefall.
Eine direkte Bekämpfung gibt es nicht. Stark auffällige Pflanzen besser entfernen, damit sich das Problem nicht ausbreitet. |
Tomatenschädlinge
Frage: Welche Schädlinge können meinen Tomaten zusetzen und was kann ich dagegen tun?
Gartenblog: Es gibt schon einiges, was da in deinen Tomatenpflanzen für Schaden sorgen kann. Daher habe wir dir eine kleine Übersicht erstellt:
| Schädling | Anzeichen | Maßnahmen |
| Blattläuse | Triebspitzen verkümmern, Blätter rollen sich ein, die Pflanzen werden klebrig und später setzen sich Schwarzpilze auf den Ausscheidungen ab | Nützlinge fördern, Kolonien mit Wasser abspülen und stickstoffbetonte Düngung nicht übertreiben. Im Gewächshaus oder bei stärkerem Befall helfen auch Schlupfwespen, Gallmücken oder Kaliseife. |
| Weiße Fliege | Kleine weiße Fliegen und Larven sitzen vor allem an der Blattunterseite, dazu kommen klebrige Beläge und später Schwärzepilze | Gelbtafeln aufhängen, neue Pflanzen vor dem Einräumen kontrollieren, im Gewächshaus gut lüften und stark befallene Pflanzen oder Blätter entfernen. Unter Glas können Schlupfwespen gut helfen. |
| Spinnmilben | Feines Gespinst auf oder unter den Blättern, gelbe Sprenkel, später bronzefarbene oder vertrocknende Blätter | Pflanzen nicht austrocknen lassen, bei Befall kräftig mit Wasser abduschen und im Gewächshaus die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Nützlinge schonen, denn Raubmilben und andere Gegenspieler bremsen den Befall mit aus. |
| Thripse | Die Blätter bekommen einen silbrigen Glanz, später wirken sie matt und geschädigt | Im Gewächshaus die Luftfeuchtigkeit höher halten, etwas schattieren, Gelb- oder Blautafeln einsetzen und natürliche Gegenspieler fördern. Bei Bedarf helfen Raubmilben. |
| Raupen | Lochfraß an Blättern, Fraßstellen an Früchten und braune Kothäufchen an oder unter der Pflanze | Raupen absammeln oder abschütteln. Vorbeugend helfen engmaschige Kulturschutznetze. |
| Schnecken | Vor allem junge Pflanzen werden gerne angefressen, Blätter zeigen unregelmäßige Fraßlöcher, Schleimspuren als Hinweis | Abends oder bei feuchtem Wetter absammeln, morgens statt abends gießen und empfindliche Jungpflanzen schützen. Schneckenzäune sind wirksam. |
| Erdflöhe | Viele kleine, stecknadelgroße Löcher in den Blättern, bei starkem Befall können junge Blätter sogar eintrocknen | Beikräuter und Pflanzenreste entfernen und junge Pflanzen mit Kulturschutznetz oder Reihenabdeckung schützen. Für kleiner Schaderreger wie Erdfloh sind feinere Netze mit0,8 Millimetern Maschenweite sinnvoll. |
| Wanzen | Auf den Früchten entstehen harte, helle oder wolkige Stellen unter der Schale, teils werden Früchte verformt oder verfärbt | Einzelne Tiere absammeln und in Seifenwasser geben. Gerade die Marmorierte Baumwanze kann Tomatenfrüchte schädigen, sie tritt aber nicht in jedem Jahr gleichstark auf. |
Hast du weitere Fragen? Gibt es bei dir auch Probleme? Stell gerne deine Fragen, wir kümmern uns drum – schließlich soll es deinen Tomaten gut gehen und sie sollen für eine reiche Ernte sorgen.