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Naturnahes Gärtnern

Waldgarten anlegen – So entsteht ein lebendiges Ökosystem im eigenen Garten

Es gibt Gärten, die beeindrucken mit akkurat geschnittenen Buchsbaumhecken, makellosen Rasenflächen und sauber angelegten Beeten. Und dann gibt es Gärten, in denen die Natur scheinbar selbst das Sagen…

Naturnaher Waldgarten mit Bäumen, Sträuchern, Stauden und geschwungenem Gartenweg.

Es gibt Gärten, die beeindrucken mit akkurat geschnittenen Buchsbaumhecken, makellosen Rasenflächen und sauber angelegten Beeten. Und dann gibt es Gärten, in denen die Natur scheinbar selbst das Sagen hat. Genau diese Gärten haben mich schon immer fasziniert.

Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal von einem Waldgarten hörte, war ich zunächst skeptisch. Obstbäume, Beerensträucher, Kräuter, Gemüse und Bodendecker sollten auf derselben Fläche wachsen und sich gegenseitig unterstützen? Das klang eher nach einem verwilderten Stück Land als nach einem gut geplanten Garten.

Aber – ein Waldgarten ist kein ungepflegter Garten. Im Gegenteil: Er ist ein durchdachtes System, das sich an den natürlichen Abläufen eines Waldes orientiert. Pflanzen wachsen nicht gegeneinander, sondern miteinander. Jede Art übernimmt ihre Aufgabe. Während hohe Bäume Schatten spenden, lockern tief wurzelnde Pflanzen den Boden auf. Bodendecker schützen die Erde vor dem Austrocknen und Kräuter locken unzählige Insekten an.

Mit jedem Jahr entwickelt sich daraus ein kleines Ökosystem, das immer stabiler wird und dir gleichzeitig Obst, Beeren, Kräuter und sogar Gemüse liefert. Das Beste daran: Je älter ein Waldgarten wird, desto weniger Arbeit macht er.

Vielleicht fragst du dich jetzt, ob sich so etwas überhaupt in einem normalen Hausgarten umsetzen lässt.

Die Antwort lautet ganz klar: Ja.

Du brauchst keinen großen Bauernhof und auch keinen halben Hektar Land. Selbst auf einem kleinen Grundstück lässt sich einen Waldgarten anlegen erstaunlich gut verwirklichen. Wichtig ist nur, dass du den Garten nicht mehr als Ansammlung einzelner Beete betrachtest, sondern als lebendiges Ganzes.

Genau dabei möchte ich dir in diesem Artikel helfen.

Was sind Waldgärten?

Beim Wort Waldgarten schauen viele zunächst fragend. Schließlich verbinden die meisten Menschen einen Wald mit hohen Bäumen und dichtem Unterholz – aber nicht mit Gemüse oder Obst.

Dabei steckt hinter einem Waldgarten ein ebenso einfaches wie geniales Prinzip.

Anstatt Pflanzen in einzelnen Beeten streng voneinander zu trennen, orientierst du dich an der Natur. Schau dir einen gesunden Laubwald an. Dort wächst nicht nur eine einzige Pflanzenart. Überall findest du unterschiedliche Ebenen: große Bäume, kleinere Gehölze, Sträucher, Farne, Kräuter, Moose und Pilze. Jede Pflanze nutzt den Platz, der ihr am besten liegt.

Genau dieses Prinzip überträgst du auf deinen Garten.

Anstelle von Buchen oder Eichen wachsen dort beispielsweise Apfelbäume, Birnen oder Esskastanien. Darunter entwickeln sich Johannisbeeren, Heidelbeeren oder Haselnüsse. Zwischen den Sträuchern fühlen sich Bärlauch, Waldmeister oder Zitronenmelisse wohl. Walderdbeeren bedecken den Boden und halten ihn feucht. Kletterpflanzen wie Wein oder Kiwi nutzen die Höhe, ohne zusätzlichen Platz zu beanspruchen.

So entsteht eine essbare Landschaft, in der nahezu jede Pflanze einen Nutzen erfüllt.

Der Ursprung des Waldgartens

Die Idee ist keineswegs neu. Schon seit Jahrhunderten bewirtschaften Menschen in vielen Teilen der Welt Gärten nach diesem Prinzip. Besonders in Asien, Afrika und Mittelamerika entstanden sogenannte Waldgärten oder Food Forests, lange bevor dieser Begriff in Europa bekannt wurde.

Auch in unseren Breiten gab es ähnliche Systeme. Alte Bauerngärten bestanden häufig aus Obstbäumen, Beerensträuchern, Kräutern und Gemüse, die dicht nebeneinander wuchsen. Damals sprach nur niemand von einem Waldgarten.

Erst in den vergangenen Jahrzehnten gewann das Konzept durch die Permakultur wieder an Bedeutung. Heute gilt der Waldgarten als eine der nachhaltigsten Formen des Gartenbaus.

Permakultur und Waldgarten – wo liegt der Unterschied?

Viele setzen beide Begriffe gleich. Tatsächlich ist das aber nicht ganz richtig.

Permakultur ist eine umfassende Planungsmethode. Sie verfolgt das Ziel, natürliche Kreisläufe möglichst vollständig nachzuahmen und Ressourcen effizient zu nutzen.

Der Waldgarten ist dagegen eine konkrete Form der Gartengestaltung innerhalb der Permakultur. Er orientiert sich am Aufbau eines natürlichen Waldes und nutzt dessen Vorteile für den Gemüse- und Obstanbau.

Du kannst also einen Waldgarten nach den Prinzipien der Permakultur anlegen – musst es aber nicht zwingend.

Warum funktioniert ein Waldgarten so gut?

Ein gesunder Wald kommt ganz ohne Umgraben, Kunstdünger oder tägliches Gießen aus.

Warum?

Weil dort jede Pflanze ihre Aufgabe übernimmt.

Das abgefallene Laub bildet jedes Jahr eine neue Humusschicht. Regenwürmer ziehen organisches Material in den Boden. Pilze und Mikroorganismen zersetzen abgestorbene Pflanzenteile und stellen die Nährstoffe erneut zur Verfügung.

Genau dieses Zusammenspiel kannst du dir auch im Garten zunutze machen.

Je vielfältiger die Pflanzen sind, desto stabiler entwickelt sich das gesamte System.

Welche Vorteile bietet ein Waldgarten im Hausgarten?

Nach vielen Jahren im Garten habe ich unzählige Methoden ausprobiert. Hochbeete, klassische Gemüsebeete, Mischkulturen und verschiedene Formen der Permakultur. Das geht wohl vielen so. Ein Waldgarten ist aber etwas anders und braucht mit den Jahren nur noch wenig Pflege.

Weniger Arbeit mit jedem Jahr

Das klingt zunächst fast zu schön, um wahr zu sein.

Doch tatsächlich verändert sich die Pflege im Laufe der Zeit deutlich.

Während du in klassischen Gemüsebeeten jedes Frühjahr den Boden vorbereitest, regelmäßig Unkraut jätest und häufig gießen musst, übernimmt im Waldgarten vieles die Natur.

Der Boden bleibt durch Laub und Bodendecker dauerhaft geschützt. Dadurch wächst deutlich weniger unerwünschter Bewuchs und die Erde trocknet auch während heißer Sommer wesentlich langsamer aus.

Mehr Artenvielfalt

Ein Waldgarten ist nicht nur für dich ein Gewinn.

Schon wenige Jahre nach der Anlage wirst du feststellen, dass immer mehr Tiere deinen Garten besuchen.

Wildbienen finden fast das ganze Jahr über Blüten. Schmetterlinge entdecken neue Futterpflanzen. Vögel bauen ihre Nester in den Sträuchern, und Igel finden zwischen Laub und Totholz geschützte Verstecke.

Wo viele Tierarten leben, entsteht ein stabiles Gleichgewicht.

Ein gesunder Boden

Der Boden ist das Herzstück jedes Gartens.

Leider behandeln viele Gärtner ihn wie einen reinen Pflanzuntergrund.

Im Waldgarten verändert sich diese Sichtweise grundlegend.

Die Erde wird nicht ständig umgegraben. Stattdessen bleibt sie möglichst ungestört. Regenwürmer, Pilze und unzählige Mikroorganismen übernehmen die Arbeit.

Mit jedem Herbst sammelt sich neues Laub an, das langsam verrottet und wertvollen Humus bildet. Die Erosion des Bodens wird reduziert.

Nach einigen Jahren fühlt sich der Boden locker, dunkel und krümelig an – genau so, wie guter Gartenboden aussehen sollte.

Besser durch heiße Sommer

Die letzten Jahre haben gezeigt, wie trocken unsere Sommer inzwischen werden können.

Ein Waldgarten kommt mit solchen Bedingungen erstaunlich gut zurecht.

Die verschiedenen Pflanzenschichten beschatten den Boden, reduzieren die Verdunstung und halten die Feuchtigkeit deutlich länger im Boden.

Gerade an heißen Julitagen kann der Temperaturunterschied zwischen einem offenen Gemüsebeet und einem gut eingewachsenen Waldgarten mehrere Grad betragen.

Ernten vom Frühjahr bis in den Winter

Ein weiterer Vorteil liegt in der Vielfalt.

Während klassische Gemüsebeete häufig nur wenige Monate Erträge liefern, wächst im Waldgarten fast das ganze Jahr über etwas Essbares.

Im Frühjahr beginnt die Saison mit Bärlauch und anderen Wildkräutern. Kurz darauf folgen Erdbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Im Sommer reifen Kirschen, Pflaumen und Himbeeren. Der Herbst bringt Äpfel, Birnen, Haselnüsse und Esskastanien hervor. Selbst im Winter lassen sich mit etwas Planung noch Grünkohl, Topinambur oder Schwarzwurzeln ernten.

Diese natürliche Staffelung sorgt dafür, dass dein Garten über viele Monate hinweg Nahrung liefert – und das oft mit erstaunlich wenig Aufwand.

Kannst du in einem kleinen Garten einen eigenen Waldgarten anlegen?

Eine Frage wird immer wieder gestellt:

„So ein Waldgarten ist bestimmt nur etwas für große Grundstücke, oder?“

Nein, ganz und gar nicht.

Natürlich lassen sich auf einem halben Hektar mehr Pflanzen unterbringen als auf einem Reihenhausgrundstück. Das Grundprinzip funktioniert aber bereits auf erstaunlich kleiner Fläche. Entscheidend ist nicht die Größe deines Gartens, sondern wie geschickt du den vorhandenen Platz nutzt.

Während in einem klassischen Gemüsegarten meist alles nebeneinander wächst, arbeitet ein Waldgarten zusätzlich mit der Höhe. Genau wie im Wald entstehen verschiedene Ebenen, die den vorhandenen Raum optimal ausnutzen.

Stell dir einmal einen Apfelbaum vor. Unter seiner Krone wachsen Johannisbeeren. Dazwischen findest du Bärlauch, Waldmeister und Schnittlauch. Den Boden bedecken Walderdbeeren, während eine Weinrebe den Stamm oder eine Pergola erklimmt. Auf derselben Fläche wachsen also fünf oder sechs unterschiedliche Kulturen, ohne sich gegenseitig zu behindern.

Das ist der große Unterschied zu einem herkömmlichen Garten.

Waldgarten auf 100 bis 300 Quadratmetern

Viele Hobbygärtner verfügen über Grundstücke in dieser Größenordnung. Genau hier lässt sich ein kleiner Waldgarten hervorragend verwirklichen.

Dabei solltest du nicht versuchen, möglichst viele Bäume unterzubringen. Weniger ist oft mehr.

Ich würde beispielsweise mit zwei oder drei Obstbäumen beginnen. Dazu kommen einige Beerensträucher, mehrjährige Kräuter und essbare Bodendecker. Bereits nach wenigen Jahren entsteht daraus ein erstaunlich vielfältiger Garten.

Ein häufiger Fehler besteht darin, zu dicht zu pflanzen. Bäume wachsen langsam, entwickeln mit der Zeit aber stattliche Kronen. Wer ihnen ausreichend Platz gibt, erspart sich später viel Arbeit.

Funktioniert ein Waldgarten anlegen sogar im Reihenhausgarten?

Ja, auch das ist möglich.

Gerade schmale Grundstücke profitieren von einer durchdachten Bepflanzung.

Schmale Säulenobstbäume oder klein bleibende Obstsorten benötigen wenig Platz. Rankpflanzen wie Wein oder Mini-Kiwi nutzen Zäune oder Pergolen als zusätzliche Pflanzfläche.

Auch Beerensträucher lassen sich problemlos entlang von Grundstücksgrenzen pflanzen. Unter ihnen fühlen sich Waldmeister, Bärlauch oder Walderdbeeren besonders wohl.

Selbst wenn dein Garten nur 80 Quadratmeter groß ist, kannst du bereits viele Elemente eines Waldgartens umsetzen.

Muss ein Waldgarten wild aussehen?

Das ist vermutlich das größte Missverständnis.

Viele Menschen stellen sich einen Waldgarten als völlig überwuchertes Grundstück vor.

Tatsächlich kannst du einen Waldgarten sehr ordentlich gestalten.

Geschwungene Wege, gepflegte Mulchflächen, sauber geschnittene Obstbäume und bewusst angelegte Pflanzengruppen sorgen dafür, dass der Garten strukturiert wirkt.

Die Natur darf zwar mitarbeiten, sie übernimmt aber nicht die Kontrolle.

Gerade dieser Mittelweg gefällt mir persönlich am besten.

Die sieben Vegetationsschichten eines Waldgartens einfach erklärt

Wenn du einen Waldgarten planst, denke niemals zuerst an einzelne Pflanzen.

Denke an Etagen.

Ein Wald funktioniert deshalb so gut, weil verschiedene Pflanzen unterschiedliche Bereiche nutzen. Während hohe Bäume das Sonnenlicht einfangen, wachsen darunter Sträucher, Kräuter oder Bodendecker. Die verschiedenen Vegetationsschichten spielen am Ende zusammen und ergänzen sich.

Dieses Prinzip übernimmst du in deinen Garten.

Die obere Baumschicht

Sie bildet das Dach des Waldgartens.

Hier wachsen größere Obst- oder Nussbäume wie Apfel, Birne, Kirsche, Esskastanie und Walnuss (nur bei ausreichend Platz).

Diese Bäume sorgen für Schatten, verbessern das Mikroklima und liefern über viele Jahrzehnte hinweg Erträge.

Ich empfehle dir robuste, regionale Obstsorten. Sie kommen meist besser mit unserem Klima zurecht und sind häufig widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten.

Die zweite Baumschicht

Nicht jeder Baum muss riesig werden.

Unter der Kronenschicht können kleinere Obstgehölze wachsen.

Dazu gehören beispielsweise Zwetschgen, Mirabellen, Quitten und kleinere Apfelsorten.

Sie nutzen das Licht unter den großen Bäumen und ergänzen den Erntezeitraum hervorragend.

Die Strauchschicht

Jetzt wird es richtig interessant.

Beerensträucher gehören für mich in jeden Waldgarten.

Sie liefern nicht nur leckere Früchte, sondern bieten auch zahlreichen Insekten Nahrung.

Bewährt haben sich Johannisbeeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren, Jostabeeren, Aronia, Haselnuss und Felsenbirne.

Durch unterschiedliche Blüte- und Reifezeiten kannst du viele Monate lang ernten.

Die Staudenschicht

Jetzt kommen Pflanzen ins Spiel, die jedes Frühjahr von allein wieder austreiben.

Zu meinen Lieblingsstauden gehören Bärlauch, Beinwell, Sauerampfer, Zitronenmelisse, Schnittlauch, Liebstöckel, Minze und Brennnessel.

Diese Pflanzen benötigen nach dem Anwachsen kaum noch Pflege.

Gerade Bärlauch entwickelt sich mit den Jahren zu beeindruckenden Beständen.

Die Bodendeckerschicht

Ich mag keine nackte Erde.

Wo der Boden offen liegt, trocknet er schneller aus, Unkraut keimt leichter und wertvolle Bodenorganismen leiden unter Hitze.

Deshalb solltest du möglichst viele Bodendecker einsetzen.

Besonders bewährt haben sich Walderdbeeren, Kriechender Thymian, Günsel und Gundermann.

Sie schützen den Boden wie eine natürliche Mulchschicht.

Außerdem liefern Walderdbeeren jedes Jahr eine überraschend große Menge aromatischer Früchte.

Die Wurzelschicht

Auch unter der Erde lässt sich Platz nutzen.

Mehrjährige Wurzelgemüse passen hervorragend in einen Waldgarten. Aber auch einjährig und zweijährige Pflanzen kannst du anbauen.

Dazu zählen unter anderem Topinambur, Schwarzwurzel, Pastinake, Haferwurzel und Zuckerwurzel. Natürlich kannst du auch Rote Beete und viele andere Wurzelgemüse Arten als Pflanzen für deinen Waldgarten probieren.

Sie erschließen tiefere Bodenschichten und lockern den Boden gleichzeitig auf.

Die Kletterschicht

Die letzte Etage wird oft vergessen.

Dabei bieten Pergolen, Zäune und selbst größere Obstbäume ideale Möglichkeiten für Kletterpflanzen.

Besonders geeignet sind Wein, Brombeeren, Himbeeren, Mini-Kiwi und Hopfen.

Dadurch nutzt du den vorhandenen Platz noch effizienter.

Gerade Weinreben verleihen einem Waldgarten außerdem eine ganz besondere Atmosphäre.

Der richtige Standort für deinen Waldgarten

Der schönste Pflanzplan nützt wenig, wenn der Standort nicht zu den ausgewählten Pflanzen passt.

Deshalb beobachte in einen neuen Garten immer erst einige Wochen lang.

Wo scheint morgens die Sonne?

Welche Bereiche liegen am Nachmittag im Schatten?

Wo bleibt nach einem starken Regen das Wasser stehen?

Diese Beobachtungen sind oft wertvoller als jede Zeichnung.

Sonne oder Halbschatten?

Ein Waldgarten lebt vom Wechsel zwischen Licht und Schatten.

Während Obstbäume möglichst viel Sonne benötigen, fühlen sich viele Kräuter im lichten Halbschatten deutlich wohler.

Bärlauch, Waldmeister oder Wald-Erdbeeren wachsen sogar besonders gut unter locker belaubten Obstbäumen.

Die Kunst besteht darin, Pflanzen so zu kombinieren, dass jede Art ihren idealen Platz findet.

Der Boden entscheidet über den Erfolg

Fast jede Pflanze lässt sich ersetzen.

Ein schlechter Boden dagegen begleitet dich viele Jahre.

Deshalb solltest du ihm besondere Aufmerksamkeit schenken.

Ein lockerer, humusreicher Boden speichert Wasser deutlich besser als stark verdichtete Erde.

Falls dein Gartenboden schwer und lehmig ist, kannst du ihn mit reichlich Kompost, Laubmulch und organischem Material Schritt für Schritt verbessern.

Geduld zahlt sich hier aus.

Ein gesunder Boden ist die Grundlage für einen dauerhaft erfolgreichen Waldgarten.

Die Planung – bevor der erste Spaten in die Erde kommt

Bevor es ans Pflanzen geht, ein Tipp: Die meiste Arbeit sparst du dir, bevor überhaupt gepflanzt wird.

Viele Hobbygärtner kaufen im Frühjahr voller Begeisterung Obstbäume, Beerensträucher und Stauden, nur um später festzustellen, dass der Apfelbaum den Heidelbeeren das Licht nimmt oder die Walnuss den halben Garten beschattet.

Nimm dir deshalb Zeit für die Planung. Ein Waldgarten wächst nicht in einem Sommer. Er entwickelt sich über viele Jahre. Was heute klein aussieht, kann in zehn Jahren den Charakter deines Gartens vollständig verändern.

Beobachte deinen Garten

Bevor du eine Pflanze kaufst, schaue dir deinen Garten genau an. Wo scheint morgens die Sonne? Welche Bereiche liegen im Sommer am Nachmittag im Schatten? Wo trocknet der Boden besonders schnell aus und wo bleibt die Feuchtigkeit länger erhalten?

Diese Beobachtungen helfen dir später dabei, jede Pflanze an den richtigen Platz zu setzen.

Wege gehören von Anfang an dazu

Ein Fehler, den ich früher selbst gemacht habe: Ich habe zu dicht gepflanzt und erst später überlegt, wie ich überhaupt noch zur Ernte komme.

Plane deshalb ausreichend breite Wege ein. Sie müssen nicht gepflastert sein. Ein gemulchter Pfad oder ein schmaler Rasenstreifen genügt völlig.

Du wirst überrascht sein, wie angenehm sich ein Waldgarten später durchqueren lässt.

Welche Bäume eignen sich für einen Waldgarten?

Obstbäume bilden das Gerüst deines Waldgartens. Sie bestimmen das spätere Mikroklima und geben den übrigen Pflanzen Schutz.

Ich empfehle grundsätzlich robuste, regionale Sorten. Sie kommen mit unserem Klima besser zurecht und benötigen meist weniger Pflanzenschutz.

Apfel

Der Apfelbaum gehört für mich in nahezu jeden Waldgarten.

Er bietet im Frühjahr unzähligen Wildbienen Nahrung, spendet im Sommer angenehmen Schatten und schenkt dir im Herbst reichlich Obst.

Alte Sorten wie ‚Boskoop‘, ‚Jakob Fischer‘ oder ‚Kaiser Wilhelm‘ überzeugen oft mit einem intensiveren Geschmack als moderne Supermarktäpfel.

Birne

Birnbäume wachsen meist etwas lockerer als Apfelbäume und lassen mehr Licht bis zum Boden durch.

Das kommt Kräutern und Bodendeckern zugute.

Oft brauchen sie etwas länger, bis sie tragen.

Pflaume und Zwetschge

Diese Bäume entwickeln sich oft schneller als Apfelbäume und liefern schon nach wenigen Jahren die ersten Ernten.

Außerdem sind ihre Blüten eine wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten.

Kirsche

Wer genügend Platz hat, sollte unbedingt eine Süß- oder Sauerkirsche einplanen.

Unter älteren Kirschbäumen entsteht mit der Zeit ein angenehmer Halbschatten, in dem sich viele Kräuter wohlfühlen.

Esskastanie

Die Esskastanie gewinnt angesichts des Klimawandels zunehmend an Bedeutung.

Sie verträgt trockene Sommer erstaunlich gut und liefert im Herbst schmackhafte Maronen.

Allerdings benötigt sie ausreichend Platz und einen leicht sauren Boden. Mit sehr kalkhaltigen Böden kommt sie nicht so gut zurecht.

Walnuss

Eine Walnuss ist ein beeindruckender Baum.

Allerdings solltest du sie nur pflanzen, wenn dein Grundstück groß genug ist.

Mit zunehmendem Alter entwickelt sie eine ausladende Krone, die einen erheblichen Teil des Gartens beschattet.

Die besten Sträucher für deinen Waldgarten

Zwischen den Obstbäumen beginnt das eigentliche Leben.

Beerensträucher sorgen nicht nur für leckere Früchte, sondern verlängern den Erntezeitraum erheblich.

Außerdem bieten ihre Blüten vielen Bestäubern Nahrung.

Sträucher kannst du gern in kleinen Gruppen pflanzen. Das wirkt natürlicher und erleichtert später die Pflege.

Besonders bewährt haben sich:

  • Johannisbeeren
  • Stachelbeeren
  • Heidelbeeren
  • Jostabeeren
  • Aronia
  • Haselnuss
  • Felsenbirne

Gerade die Felsenbirne gehört für mich zu den schönsten Gehölzen überhaupt. Im Frühjahr blüht sie üppig weiß, im Sommer trägt sie zuckersüße Früchte und im Herbst begeistert sie mit einer leuchtend roten Laubfärbung.

Stauden und Kräuter – sie machen den Waldgarten lebendig

Kräuter gehören für mich zu den wichtigsten Pflanzen eines Waldgartens.

Sie locken Bestäuber an, verbessern den Boden und liefern gleichzeitig frische Zutaten für die Küche.

Viele dieser Pflanzen begleiten mich schon seit Jahrzehnten.

Bärlauch

Kaum eine Pflanze zeigt den Frühling so zuverlässig an wie der Bärlauch.

Unter lichten Obstbäumen breitet er sich langsam aus und bildet mit den Jahren dichte Bestände.

Beinwell

Beinwell wird oft unterschätzt.

Seine tiefen Wurzeln sollen Nährstoffe aus unteren Bodenschichten nach oben holen. Diese These wird in der Permakultur verbreitet, ist aber nicht wissenschaftlich belegt. Trotzdem ist Beinwell eine sehr wertvolle Pflanze im Bauerngarten.

Die Blätter eignen sich hervorragend zum Mulchen oder für selbst hergestellte Pflanzenjauchen.

Zitronenmelisse

Ein Waldgarten ohne Zitronenmelisse wäre für mich kaum vorstellbar.

Sie duftet herrlich, blüht lange und zieht unzählige Bienen an.

Liebstöckel

Einmal gepflanzt, begleitet dich Maggikraut viele Jahre.

Die kräftigen Blätter verleihen Suppen und Eintöpfen ein unverwechselbares Aroma.

Minze

Minze wächst ausgesprochen kräftig.

Deshalb pflanze ich sie nur dort, wo sie ausreichend Platz hat oder mit einer Wurzelsperre begrenzt wird.

Bodendecker – der natürliche Schutz für deinen Boden

Im Wald liegt kaum irgendwo nackte Erde.

Genau dieses Prinzip solltest du auch im Waldgarten übernehmen.

Bodendecker verhindern, dass der Boden austrocknet, unterdrücken viele Wildkräuter und fördern das Bodenleben.

Zu meinen Favoriten gehören:

  • Walderdbeeren
  • Kriechender Thymian
  • Günsel
  • Gundermann

Besonders Walderdbeeren überraschen jedes Jahr aufs Neue.

Sie bilden dichte Teppiche und liefern über Wochen hinweg aromatische Früchte.

An Stellen, an denen du nicht unbedingt essbare Pflanzen anbauen möchtest, kann auch Efeu ein guter Bodendecker sein.

Rankpflanzen nutzen jede freie Höhe

Auch die Luft über deinem Garten ist wertvolle Pflanzfläche.

Pergolen, Rankhilfen oder stabile Zäune bieten ideale Bedingungen für Kletterpflanzen.

Sehr gut geeignet sind:

  • Weinreben
  • Brombeeren
  • Mini-Kiwi
  • Hopfen
  • Himbeeren

Besonders Wein schafft im Sommer herrliche schattige Plätze und sorgt gleichzeitig für mediterranes Flair.

Welche Gemüsesorten wachsen gut im Waldgarten?

Ein Waldgarten besteht nicht nur aus Bäumen und Sträuchern.

Auch Gemüse findet hier seinen Platz – allerdings bevorzugt mehrjährige oder robuste Arten.

Besonders bewährt haben sich:

Rhabarber

Er liebt nährstoffreiche Böden und entwickelt sich aber am besten an einem sonnigen Standort. Auch ein lichter Halbschatten unter Obstbäumen mit nicht so dichter Krone ist noch möglich. Achte darauf, dass nicht zu viel Schatten da ist, Rhabarber mag es sehr sonnig.

Topinambur

Diese anspruchslose Pflanze liefert Jahr für Jahr reichlich essbare Knollen und wunderschöne gelbe Blüten.

Guter Heinrich

Dieses fast vergessene Blattgemüse gehört für mich zu den schönsten Pflanzen eines Waldgartens.

Die jungen Blätter schmecken ähnlich wie Spinat und treiben jedes Frühjahr zuverlässig wieder aus.

Etagenzwiebel

Sie bildet anstelle von Samen kleine Brutzwiebeln und sorgt ganz von allein für Nachwuchs.

Sauerampfer

Ein ideales Frühlingsgemüse, das schon früh im Jahr frische Blätter liefert.

Den Boden natürlich verbessern – das Herzstück eines Waldgartens

Wenn jemand fragt, worauf es bei einem Waldgarten wirklich ankommt, dann gibt es nur eine Antwort:auf den Boden.

Obstbäume, Beerensträucher und Kräuter können nur dann gesund wachsen, wenn unter ihren Wurzeln ein lebendiges Bodenleben herrscht. Genau darin unterscheidet sich ein Waldgarten von vielen klassischen Gemüsegärten.

Früher habe ich jedes Frühjahr fleißig umgegraben. Das gehörte für mich einfach dazu. Heute weiß ich, dass ich dabei mehr Schaden angerichtet habe, als mir damals bewusst war. Mit jedem Umgraben zerstörte ich die feinen Gänge der Regenwürmer, brachte Mikroorganismen aus ihrem natürlichen Lebensraum durcheinander und ließ den Boden schneller austrocknen.

Im Wald übernimmt diese Arbeit niemand und trotzdem entsteht dort Jahr für Jahr fruchtbarer Humus. Dieses Prinzip kannst du dir auch im Hausgarten zunutze machen.

Mulchen statt umgraben

Eine Mulchschicht gehört für mich zu jedem Waldgarten. Sie schützt den Boden vor Sonne und Starkregen, hält die Feuchtigkeit länger im Erdreich und sorgt dafür, dass organisches Material langsam zu Humus wird.

Besonders gut eignen sich:

  • Herbstlaub
  • Rasenschnitt (angetrocknet)
  • gehäckselter Strauchschnitt
  • halb verrotteter Kompost
  • Stroh

Besonders schnell verrottet Laub von Obstbäumen, Linden, Ahorn, Birke und Haselnuss. Mit der Zeit wird daraus eine lockere, dunkle Erde, die Wasser hervorragend speichern kann.

Kompost – Gold für den Garten

Ein eigener Komposthaufen ist im Waldgarten fast unverzichtbar. Küchenabfälle, Laub und Pflanzenreste verwandeln sich innerhalb weniger Monate in wertvollen Humus und sind ein natürlicher Dünger. Ich arbeite jedes Frühjahr eine dünne Schicht Kompost rund um Obstbäume und Sträucher ein. Mehr braucht es meist gar nicht.

Wasser sparen im Waldgarten

Die trockenen Sommer der vergangenen Jahre haben vielen Gärtnern gezeigt, wie kostbar Wasser geworden ist.

Ein gut geplanter Waldgarten hilft dir dabei, deutlich weniger gießen zu müssen.

Die verschiedenen Pflanzenschichten beschatten den Boden und verhindern, dass die Sonne ihn stark aufheizt. Gleichzeitig hält die Mulchschicht die Feuchtigkeit im Boden. Die Wurzeln der Bäume erschließen tiefere Wasservorräte, während Bodendecker verhindern, dass der Boden austrocknet.

Wenn du zusätzlich Regenwasser sammelst und zum Gießen nutzt, kannst du den Trinkwasserverbrauch erheblich reduzieren. Gerade zu Beginn benötigt der Waldgarten deine Hilfe. Bis alle Pflanzen gut angewachsen sind, brauchen sie Wasser. Nach der Etablierungsphase von 2 bis 3 Jahren kannst du aber das Bewässern deutlich reduzieren.

Welche Tiere profitieren von einem Waldgarten?

Einer der schönsten Momente ist jedes Frühjahr der Augenblick, wenn der Garten wieder zum Leben erwacht.

Noch bevor die ersten Obstbäume blühen, summen Wildbienen zwischen den Kräutern. Wenig später bauen Amseln ihre Nester in den Sträuchern, und am Abend hörst du häufig den Igel durchs Laub rascheln.

Ein Waldgarten bietet vielen Tieren Nahrung und Schutz.

Besonders häufig lassen sich beobachten:

  • Wildbienen
  • Hummeln
  • Schmetterlinge
  • Marienkäfer
  • Florfliegen
  • Igel
  • Zaunkönige
  • Rotkehlchen
  • Amseln
  • Regenwürmer

Mit jedem Jahr wächst die Artenvielfalt. Das freut nicht nur das Auge, sondern hilft auch bei der natürlichen Schädlingsbekämpfung. Dein Waldgarten wird zum Rückzugsort.

Die häufigsten Fehler beim Anlegen eines Waldgartens

Auch beim Waldgarten anlegen können Fehler auftreten. Das sind die häufigsten Fehler:

Zu viele Pflanzen auf einmal

Die größte Versuchung besteht darin, möglichst viele Pflanzen unterzubringen. Ein Waldgarten braucht jedoch Luft zum Wachsen. Gib besonders den Bäumen ausreichend Platz.

Ungeduld

Ein Waldgarten entsteht nicht innerhalb eines Sommers. Er entwickelt sich langsam. Manche Pflanzen benötigen mehrere Jahre, bis sie ihre volle Größe erreichen. Diese Geduld wird später reich belohnt.

Falsche Baumarten

Nicht jeder Baum passt in jeden Garten. Eine Walnuss auf einem kleinen Grundstück wird früher oder später zum Problem. Walnussbäume scheiden Juglon aus, einen Stoff, der viele andere Pflanzen (z. B. Tomaten, manche Obstgehölze, Kartoffeln) im Wurzelbereich hemmt oder schädigt. Du solltest einen solchen Baum nur wählen, wenn du viel Platz hast. Wähle lieber klein bleibende oder schwach wachsende Obstsorten.

Offener Boden

Freie Erde trocknet schnell aus und lädt unerwünschte Wildkräuter ein. Sorge möglichst früh für Bodendecker oder eine Mulchschicht.

Zu viel Perfektion

Ein Waldgarten darf natürlich aussehen. Ein paar Wildkräuter, Totholz oder Laub gehören dazu. Gerade dadurch entsteht Lebensraum für viele Tiere.

So entwickelt sich dein Waldgarten im Laufe der Jahre

Das Schöne an einem Waldgarten ist, dass er mit jedem Jahr interessanter wird.

Im ersten Jahr

Die jungen Bäume und Sträucher wirken noch verloren. Viel Fläche bleibt frei, und du wirst dich vielleicht fragen, ob daraus wirklich einmal ein Waldgarten entstehen soll.

Nach drei Jahren

Die ersten Sträucher tragen reichlich Früchte. Kräuter und Bodendecker breiten sich sichtbar aus, und das Bodenleben nimmt deutlich zu.

Nach fünf Jahren

Jetzt beginnt der Garten seinen eigenen Charakter zu entwickeln. Die verschiedenen Pflanzenschichten greifen ineinander und der Pflegeaufwand nimmt bereits spürbar ab.

Nach zehn Jahren

Nun zeigt sich, warum sich Geduld lohnt. Die Obstbäume tragen regelmäßig, die Sträucher liefern zuverlässig Ernten, und der Garten wirkt wie ein gewachsenes Ökosystem.

Ein paar Tipps zum Schluss

Pflanze zu Beginn weniger. Wähle dafür aber sorgfältiger auswählen. Ein gut geplanter Garten wirkt oft harmonischer ist als ein überfüllter.

Von Beginn an solltest du dem Boden eine besondere Aufmerksamkeit widmen, denn er ist die Grundlage.

Besonders bewährt haben sich bei den Pflanzen:

  • Apfelbäume alter Sorten
  • Johannisbeeren
  • Walderdbeeren
  • Bärlauch
  • Beinwell
  • Felsenbirne
  • Topinambur
  • Haselnuss

Diese Pflanzen wachsen zuverlässig, benötigen wenig Pflege und ergänzen sich hervorragend. Optimal ist es, wenn du dich für Pflanzen entscheidest, die heimisch sind.

Vor allem aber lerne, der Natur mehr zu vertrauen. Nicht jede Ecke muss perfekt aussehen. Gerade dort, wo Pflanzen sich selbst ihren Platz suchen dürfen, entstehen oft die schönsten Gartenbilder.

Ein lebendiger Garten mit optimalen Mikroklima

Ein Waldgarten ist kein kurzfristiges Projekt. Er ist ein Garten, der mit dir wächst.

Während viele klassische Beete jedes Frühjahr wieder von vorne beginnen, entwickelt sich ein Waldgarten Jahr für Jahr weiter. Die Bäume werden kräftiger, die Sträucher tragen mehr Früchte, Kräuter breiten sich aus und der Boden wird fruchtbarer. Gleichzeitig wächst die Zahl der Tiere, die in deinem Garten ein Zuhause finden.

Vielleicht ist genau das der größte Unterschied zu einem gewöhnlichen Garten: Du arbeitest nicht gegen die Natur, sondern gemeinsam mit ihr.

Wenn du klein anfängst, den Pflanzen Zeit gibst und deinen Garten aufmerksam beobachtest, entsteht nach und nach ein Ort, an dem Obst, Kräuter, Gemüse, Insekten und Vögel im Einklang miteinander leben.

Und glaube mir: Es gibt kaum etwas Schöneres, als an einem warmen Sommermorgen durch den eigenen Waldgarten zu gehen, den Duft der Kräuter einzuatmen, eine Handvoll Beeren zu pflücken und zu wissen, dass die Natur hier den größten Teil der Arbeit übernimmt.

G
Redaktion Garten

Schreibt im Gartenblog über das, was im eigenen Beet wirklich funktioniert — und was nicht.

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